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Dein Pocket Guide für Südafrika

Zeldi Smulders
von Zeldi Smulders
Veröffentlicht am 12. November 2021
15 Minuten Lesezeit

Willkommen in der Regenbogennation – einem Schmelztiegel voller geografischer, kultureller und natürlicher Highlights! Egal, ob du in der weiten Savanne nach den Big 5 suchst, an der azurblauen Küste die berühmten Wellen surfst, die dramatischen Gipfel der Drakensberge erklimmst oder zwischen den Weinbergen erstklassige Weine genießt: Hier wartet ein Abenteuer auf dich, das du unbedingt teilen willst. Dieser kompakte Guide soll dich inspirieren und dir bei deiner Reise durch Südafrika – das Land der unendlichen Schönheit – als Wegweiser dienen.

Südafrika auf einen Blick

Von den Locals liebevoll „Mzanzi“ genannt, hat Südafrika eine bewegte Geschichte zu erzählen.

Bevölkerung

Südafrika zählt etwas mehr als 59 Millionen Einwohner, verteilt auf 9 Provinzen. Die urbane Provinz Gauteng im Highveld ist am dichtesten besiedelt, während das zwar raue, aber faszinierende Northern Cape am dünnsten besiedelt ist. Hier leben nur etwa 2 % der Bevölkerung (dafür aber 25 % der Schafe des Landes!).

Südafrikanische Flagge, die auf ein Gebäude im Stadtzentrum von Johannesburg gemalt wurde
Bunte Häuser im Viertel Bo-Kaap in Kapstadt

Geschichte

Lange bevor die Niederländische Ostindien-Kompanie in Kapstadt an Land ging, lebten die Khoi-Khoi und die San (zusammen die Khoisan) etwa 2000 Jahre lang in den Ebenen, an den Küsten und in den Wüsten Südafrikas. Die Khoi-Khoi, deren Name sich von den vielen Klicklauten in ihrer Sprache ableitet, waren geschickte nomadische Viehzüchter. Die San, was so viel wie „Sammler“ bedeutet, waren halbnomadische, hochspezialisierte Jäger und Sammler sowie Experten für das Leben in der Wüste.

1652 gründeten niederländische Siedler die erste europäische Niederlassung im südlichen Afrika, gefolgt von der britischen Besatzung. Nach Ereignissen wie der Mineralienrevolution und dem Burenkrieg erlangte Südafrika schließlich die Unabhängigkeit. Darauf folgte die bedauerliche Zeit der rassistischen Segregation, bekannt als Apartheid (auf Afrikaans „Getrenntsein“). Die Apartheid endete in den 1990er Jahren und 1994 fanden die ersten demokratischen Wahlen statt. Nelson Mandela, der zuvor inhaftiert war, wurde zum ersten demokratisch gewählten Präsidenten der Regenbogennation. Sein Vermächtnis steht für Einheit und Ubuntu – ein Konzept von Mitgefühl und Demut, das besagt: „Ich bin, weil wir sind“.

Altes Fischerhaus im kapholländischen Stil im Western Cape
Die berühmte Nelson-Mandela-Statue mit erhobenen Armen

Kulturen

Erzbischof Desmond Tutu nannte Südafrika nach dem Ende der Apartheid treffend die „Regenbogennation“. Das Land bewahrt und feiert eine beeindruckende Vielfalt an kulturellen Gruppen, darunter Zulu, Xhosa, Pedi, Tswana, Ndebele, Khoisan, Hindus, Muslime und die Afrikaaner.

Menschen bei der Teilnahme am Kaapse Klopse in Kapstadt
Eine Gruppe von Freunden beim Grillen über offenem Feuer

Es gibt vier große ethnische Gruppen, die zur sogenannten Nguni-Gruppe gehören: Zulu, Xhosa, Ndebele und Swazi. Oft lassen sie sich schon an ihrer prächtigen traditionellen Kleidung unterscheiden. Die Zulu tragen Felle und Röcke aus Perlen und Schilf, während die Xhosa meist wunderschöne lange Röcke und Schürzen aus bestickten oder bedruckten Stoffen tragen. Die Ndebele sind für ihre leuchtenden, mit Perlen besetzten Ensembles in auffälligen geometrischen Mustern bekannt, und in der Venda-Kultur trägt man gestreifte Tücher, die sogenannten Nwenda, die oft um die Taille gebunden werden.

Zulu-Frau mit Kind in traditioneller Kleidung
Frau in traditioneller Kleidung im Lesedi Cultural Village

Sprachen

Südafrika erkennt 11 offizielle Sprachen an, darunter Englisch, Afrikaans, Ndebele, Nord-Sotho, Süd-Sotho, Swati, Tsonga, Tswana, Venda, Xhosa und Zulu. Englisch ist zwar weit verbreitet, aber wir fordern dich heraus: Lerne doch auch ein paar Brocken in einer der indigenen Sprachen!

Geografie und Lage

Wie der Name schon sagt, liegt Südafrika an der Südspitze des afrikanischen Kontinents. Das Land teilt sich eine Grenze mit fünf weiteren Staaten, darunter das spektakuläre Namibia (das früher einmal Teil Südafrikas war), Eswatini, Mosambik, Botswana und Simbabwe. Das kleine (zumindest für afrikanische Verhältnisse) Königreich Lesotho liegt zudem komplett umschlossen innerhalb Südafrikas.

Was viele verwirrt: Südafrika hat gleich drei Hauptstädte – Pretoria (Verwaltung), Bloemfontein (Justiz) und Kapstadt (Legislative)!

Südafrika beherbergt acht große Biome: die trockene Nama-Karoo im Nordwesten, die uralte Sukkulenten-Karoo und das mediterran anmutende Fynbos-Biom rund um Kapstadt, die weitläufigen Graslandschaften des Highveld, die Savanne, die mehr als ein Drittel der Landfläche einnimmt (darunter Teile des Lowveld, wo sich der Krüger-Nationalpark befindet), Wälder entlang der Ostküste, trockene Wüsten im Landesinneren und dichtes Buschland dazwischen!

Klingt nach einem wahren Paradies, oder? Und das ist erst der Anfang.

Berge

Die Drakensberge sind mit stolzen 3.475 Metern das höchste Gebirge Südafrikas. Neben dem berühmten Tafelberg in Kapstadt sind auch die dramatischen Cederberge im Western Cape und das uralte Magaliesberg-Gebirge absolut sehenswert – ein echtes Wander-Highlight, das die Savanne im Norden von den Graslandschaften im Süden trennt.

Blick auf die grünen Drakensberge aus der Perspektive eines Wanderers

Wasserfälle

Ein weiteres Highlight in den grüneren Regionen Südafrikas sind die zahlreichen Wasserfälle. Viele davon findest du entlang der malerischen Panorama Route in Mpumalanga. Es gibt noch viele weitere im Osten und Westen des Landes, darunter die Tugela Falls in KwaZulu-Natal – mit 947 Metern einer der höchsten Wasserfälle weltweit!

Die Howick Falls in der Region KwaZulu-Natal in Südafrika

Küste

Südafrika ist an drei Seiten von Wasser umgeben – der Indische Ozean im Osten, der Atlantik im Westen und eine Küstenlinie von über 3.000 km. Das bedeutet: Traumstrände und pures Küsten-Feeling ohne Ende. Du findest bewaldete Strände entlang der Garden Route und sogar welche, die direkt an die Wüste Namibias grenzen. Stell dir den weißen Sand von Camps Bay vor, das warme Wasser des Indischen Ozeans zum Baden und fast 50 Strände mit der „Blue Flag“-Auszeichnung, die sich absolut sehen lassen können!

Weißer Sandstrand mit grüner Vegetation in Südafrika

Wüsten

Südafrika beherbergt drei Wüsten: die trockene Kalahari im Northern Cape, die Karoo etwa 120 km nördlich von Kapstadt und die Namib entlang der Westküste. In diesen kargen Landschaften pulsiert das Leben – halte Ausschau nach seltenen Wildhunden oder der giftigen Puffotter. Sei aber gewarnt: Die Temperaturen klettern hier schnell auf über 30 °C.

Die trockene Wüstenlandschaft der Kalahari im Norden Südafrikas

Wälder

Wälder sind zwar das kleinste Biom im südlichen Afrika, aber die, die es gibt, sind absolut sehenswert. Die größten Waldgebiete findest du rund um Knysna an der Garden Route. Aber auch im Eastern Cape und in KwaZulu-Natal an der Ostküste kannst du dichte Dickichte erkunden, in denen es nur so von Tieren wimmelt.

Karte der Waldlandschaft in Wilderness

Wildlife und Safari

Natur und wilde Tiere sind hier allgegenwärtig – jeder Teil des Landes hat seine ganz eigenen Highlights. Safaris kannst du fast überall machen! Egal ob in einem Nationalpark oder einem privaten Reservat, hier erfährst du, was dich erwartet:

Bäume und Sträucher im Bushveld von Südafrika

Wildlife

Die Liste der Tiere, die du in Südafrika sehen kannst, ist einfach riesig. Du hast nicht nur die Chance, die Big 5 (Löwe, Leopard, Büffel, Elefant und Nashorn) zu entdecken, sondern kannst auch Flusspferde, Zebras, Giraffen, Geparden, Paviane und verschiedene Antilopenarten wie das Nationaltier, den Springbock, bewundern. An der Küste warten zudem faszinierende Meeresbewohner wie Robben, Wale und afrikanische Pinguine auf dich.

Ein männlicher Löwe ruht sich im Schatten aus
Nahaufnahme eines afrikanischen Büffels
Elefantenherde beim Durchstreifen der Graslandschaft
Leopard auf der Lauer in einem Baum

Pflanzenwelt

Südafrika beheimatet über 25.000 Pflanzenarten – kein Wunder bei der landschaftlichen Vielfalt. Allein bei den Gräsern gibt es mehr als 500 Arten! Von Wäldern und Wüsten bis hin zu weiten Graslandschaften findest du hier 230 verschiedene Pflanzenfamilien und rund 10 % aller weltweit vorkommenden Blütenpflanzen. Viele dieser Gewächse wurden schon von den indigenen Völkern für ihre Heilkraft genutzt und kommen auch heute noch zum Einsatz. Ein absolutes Muss ist die Cape Floristic Region mit ihrem typischen Fynbos-Buschland. Hier blüht auch Südafrikas prächtige Nationalblume, die Königsprotea, sowie der beliebte Rooibos, der nicht nur als Tee, sondern auch für Gin und Kosmetik verwendet wird.

Vogelwelt

In Südafrika kannst du über 850 verschiedene Vogelarten beobachten, darunter viele Zugvögel und einheimische Arten. In zahlreichen Parks und Reservaten gibt es spezielle Beobachtungsstationen, Infopoints, Wanderwege und geführte Touren, die dir helfen, die gefiederten Schönheiten aufzuspüren. Halte besonders Ausschau nach den ikonischen Arten wie dem Kap-Papagei, dem Knysna-Turako und dem Paradieskranich – Südafrikas elegantem Nationalvogel.

Protea-Blüte in der Fynbos-Landschaft des Western Cape
Afrikanische Pinguine am Boulders Beach in Südafrika
Südlicher Gelbschnabeltoko in einem Baum
Fynbos-Landschaft in der Region Western Cape

Klima und beste Reisezeit

Südafrika ist ein Ganzjahresziel mit hervorragenden Wetterbedingungen. Wann du am besten reist, hängt ganz davon ab, was du erleben willst. Die langen Sommertage sind perfekt für die traumhaften Strände, während die trockenen Wintermonate ideal für Tierbeobachtungen sind. Wenn es dich ins Western Cape zieht, ist der Sommer ideal für jede Menge Outdoor-Aktivitäten. Die Winter dort sind hingegen perfekt, um Wale zu beobachten. Du kannst dich eigentlich gar nicht falsch entscheiden!

Beste Reisezeit

  • Am besten
  • Gut
  • Akzeptabel
  • Januar

  • Februar

  • März

  • April

  • Mai

  • Juni

  • Juli

  • August

  • September

  • Oktober

  • November

  • Dezember

Top-Attraktionen

Hafen von Kapstadt mit dem Tafelberg im Hintergrund

Tafelberg

Der Tafelberg – benannt nach seinem flachen Gipfel – thront 1086 Meter über Kapstadt. Du kannst den Gipfel bequem mit der Seilbahn erreichen und schon während der Fahrt die weite Aussicht genießen. Alternativ gibt es verschiedene Wanderwege für jedes Fitnesslevel. So kommst du der einheimischen Flora und Fauna ganz nah. Oben angekommen, liegt dir die Stadt zu Füßen – ein Anblick, der dich garantiert sprachlos macht.

Blick auf die Berge und den Ozean von Robben Island aus

Robben Island

Nur ein kurzes Stück vom Hafen Kapstadts entfernt liegt Robben Island, das zum UNESCO-Welterbe gehört. Bei einem Besuch der Insel erfährst du mehr über den berühmten Anti-Apartheid-Kämpfer Nelson Mandela. Besichtige seine ehemalige Gefängniszelle und tauche ein in die Geschichte der Jahre, die er dort verbracht hat.

Ausblick auf die Cape Winelands

Cape Winelands

Die fruchtbare Region der Cape Winelands besticht durch ihre spektakuläre Kulisse aus Bergen und Weinbergen. Malerische Orte wie Stellenbosch, Franschhoek und Paarl begeistern mit ihrer Geschichte und Kultur. Folge den verschiedenen Weinrouten zu erstklassigen Weingütern, von denen viele jahrhundertealte Geschichten zu erzählen haben. Die Weine sind von höchster Qualität und eine Weinprobe ist sowohl für Gelegenheitsurlauber als auch für echte Weinkenner ein absolutes Highlight.

Azurblauer Ozean und üppige Vegetation an den Klippen der Garden Route

Garden Route

Diese malerische Strecke erstreckt sich entlang des Indischen Ozeans an der Südostküste Südafrikas über etwa 300 km von Mossel Bay im Western Cape bis zum Storms River im Eastern Cape. Lass dir Highlights wie die Lagunen und Wälder rund um Knysna, die Robben und Strände der Plettenberg Bay, die Straußenfarmen und Cango Caves in Oudtshoorn oder die Elefanten und Safaris im Addo Elephant National Park nicht entgehen.

Reisende auf einer Safari im Kruger National Park

Kruger National Park

Der Kruger National Park erstreckt sich über den Nordosten Südafrikas, begrenzt von Simbabwe im Norden und Mosambik im Osten. Der Park ist das Zuhause von hunderten Tierarten, darunter die Big 5. Er ist ein ideales Ziel für einen Roadtrip auf eigene Faust, aber auch geführte Safaris lassen sich ganz einfach vor Ort organisieren.

Blick ins Tal am Blyde River Canyon in Mpumalanga

Blyde River Canyon

Auf deinem Roadtrip zwischen Johannesburg und dem Kruger Nationalpark solltest du unbedingt einen Stopp am zweitgrößten Canyon Afrikas einlegen (nach dem Fish River Canyon). Der Blyde River Canyon ist die grünere Variante: Hier erwarten dich mit Flechten bewachsene Felsformationen sowie glitzernde Flüsse und Wasserfälle. Nachdem du den Ausblick ins Tal genossen hast, lohnt sich ein Abstecher zum nahegelegenen Aussichtspunkt „The Three Rondavels“. Von dort aus siehst du drei riesige Felsformationen, die wie traditionelle Rundhütten aussehen und 700 Meter hoch über dem Blyde River Canyon thronen.

Versteckter Strand an der Wild Coast in der Transkei

The Wild Coast

Der Name ist Programm: Dich erwartet eine unberührte Wildnis mit einer spektakulären Küste, einsamen Buchten, schroffen Klippen und sanften Hügeln. Der ländliche Charakter lässt den Stress des modernen Alltags sofort vergessen. Dieser 250 km lange Küstenabschnitt, auch als Transkei bekannt, erstreckt sich entlang der nördlichen Küste des Eastern Cape bis hin zur Grenze von KwaZulu-Natal. Die Region ist berühmt für ihre fantastischen Wander- und Reitwege, malerische isiXhosa-Dörfer sowie erstklassige Spots zum Schnorcheln und Tauchen.

Falls du neugierig bist, warum wir uns für Südafrika entschieden haben, lies hier weiter: Nachhaltigkeit bei Viatu: Wie wir unsere Reiseziele auswählen

Nachhaltige Unterkünfte

Bei der riesigen Auswahl an Unterkünften ist garantiert auch etwas für dein Budget dabei. Unsere Favoriten reichen von rustikal-gemütlich bis hin zu absolut luxuriös – und alle punkten zudem mit ihrem nachhaltigen Engagement. Hier sind ein paar unserer liebsten Hotels und Lodges:

Blick auf den Ozean aus einem Zimmer im Ocean View House

Eingebettet zwischen dem Tafelberg und dem Atlantik liegt das Ocean View House. Die Küste erreichst du bequem zu Fuß und auch das Stadtzentrum von Kapstadt ist nur eine kurze Autofahrt entfernt.

Zimmer mit maritimem Design im Ocean View House
Blick auf das Angala Boutique Hotel vor der Kulisse der Berge

Angala Boutique Hotel ist ein 5-Sterne-Refugium, das Luxus mit unberührter Natur verbindet. Du findest es mitten in den Cape Winelands, eingebettet zwischen den Bergen von Paarl und Franschhoek.

Großer Pool und Liegen im Angala Boutique Hotel
Sonnenuntergang vom Essbereich der Alkira Lodge aus

Umgeben von einem traumhaften Blick auf den afrikanischen Horizont, grüne Landschaften und den azurblauen Ozean der Garden Route, ist die moderne Alkira Lodge genau der richtige Ort, wenn du tief in die Natur eintauchen willst.

Blick von der Terrasse eines Zimmers in der Alkira Lodge

Gut zu wissen

Visum

Bevor du einreisen darfst, benötigst du ein gültiges Visum. Es gibt jedoch einige Länder, die von der Visumpflicht befreit sind. Prüfe hier, wie es für dein Land aussieht.

Impfungen

Welche Impfungen du brauchst, hängt von deinem Herkunftsland ab. Am besten sprichst du mindestens 6 Wochen vor deiner Reise nach Südafrika mit deinem Arzt über notwendige oder empfohlene Impfungen. Schau auch in unserem Covid Hub vorbei, um die aktuellsten Einreisebestimmungen zu sehen.

Medikamente

Wenn du zwischen Oktober und Mai in den hohen Norden Südafrikas reist – etwa nach Limpopo, Mpumalanga oder in den Nordosten von KwaZulu-Natal – besteht ein gewisses Malariarisiko. Kläre vorab mit deinem Arzt, ob du eine Malariaprophylaxe benötigst. Denk dran: Je nach Medikament musst du schon einige Tage vor der Reise sowie während und nach deinem Aufenthalt damit beginnen. Im Süden und Westen des Landes, wie im Eastern und Western Cape (inklusive Garden Route, Kapstadt und Umgebung), gibt es kein bekanntes Malariarisiko. Auf dieser Karte der CDC kannst du hier sehen, ob deine Route betroffen ist.

Reiseversicherung

Eine Reiseversicherung ist zwar absolut empfehlenswert, aber für die Einreise nach Südafrika nicht zwingend vorgeschrieben.

Straße und Bergkulisse am Chapman's Peak Drive

Unterwegs in Südafrika

Du wirst wahrscheinlich am O.R. Tambo Airport in Johannesburg, am Cape Town International Airport oder am King Shaka International in Durban landen. Auch wenn du viel öffentlichen Nahverkehr siehst: Manche Verbindungen sind zuverlässiger als andere. Am besten setzt du, wo immer möglich, auf private Anbieter. Uber ist in den meisten Gegenden problemlos verfügbar und es gibt jede Menge Mietwagenanbieter.

Du kannst deinen ausländischen Führerschein nutzen, solange er in deinem Heimatland gültig ist und in eine der offiziellen südafrikanischen Sprachen übersetzt wurde. Und denk dran: Linksverkehr!

Zeitzone

Südafrika liegt in der Zeitzone SAST (South Africa Standard Time). Es gibt keine Zeitumstellung zwischen Sommer- und Winterzeit.

Sicherheit

Kleinkriminalität kommt vor, also sei aufmerksam und informiert. Lass deine Sachen nie unbeaufsichtigt, protze nicht mit teurer Technik oder Schmuck und sei nachts nicht allein zu Fuß unterwegs. Speichere dir für den Notfall diese Nummern ein:

Notruf allgemein: 112 | Polizei: 10111

Krankenwagen oder Feuerwehr: 10177 | Südafrika Tourismus-Hotline: (+27)83 123 6789

Währung

In Südafrika zahlst du mit dem Rand (Währungscode: ZAR). Es gibt Münzen (5c, 10c, 20c, 50c, R1, R2 und R5) sowie Scheine (R10, R20, R50, R100 und R200).

Geldwechsel

Es gibt zahlreiche Wechselstuben, Banken und Online-Dienste, die alle unterschiedliche Gebühren haben. Zum Wechseln brauchst du deinen Reisepass und einen Wohnsitznachweis (nicht älter als 3 Monate).

Frisches Obst auf dem Oranjezicht Farm Market
Frau beim Bezahlen in einem Café in Gqeberha

Bargeld und Karte

Die meisten Läden akzeptieren Kartenzahlung, aber hab sicherheitshalber immer etwas Bargeld dabei – besonders wenn du auf lokalen Märkten unterwegs bist.

Trinkgeld-Kultur

In Südafrika ist es üblich, guten Service zu belohnen. 10 % Trinkgeld sind in Restaurants, Cafés, Bars und bei Fahrern Standard. Du kannst auch anderen Servicekräften wie Tankwarten, Parkwächtern oder dem Personal beim Friseur ein kleines Extra geben. Es ist völlig normal, dass dir jemand auf dem Parkplatz auf das Auto aufpasst oder der Tankwart zusätzlich die Scheiben putzt. Hier gibt es keine festen Regeln; gib einfach, was du für angemessen hältst. Üblich sind etwa 0,30 € bis 1,10 € (5 bis 20 Rand).

In Hotels und Lodges freuen sich Housekeeping, Gepäckträger und Valet-Service über 1,10 € bis 5,60 € (20 bis 100 Rand). Das Gleiche gilt für Beauty- und Wellness-Profis. Safari-Guides und Ranger bekommen meist zwischen 2,80 € und 14,00 € (50 bis 250 Rand). Die Höhe hängt natürlich von der Dauer deines Aufenthalts und dem Service ab. Denk dran: Trinkgeld gibst du jedem Mitarbeiter am besten einzeln.

Trinkgeld ist ein Dankeschön für alle, die sich besonders für dich ins Zeug legen. Jeder Betrag wird herzlich angenommen. Hab am besten immer genug Bargeld parat oder frag nach, ob du das Trinkgeld auch auf die Kartenrechnung setzen kannst. Wenn du unsicher bist, frag einfach den Manager vor Ort.

Mobilfunk und Kommunikation

Eine SIM-Karte kostet meist nur zwischen 0,05 € und 0,25 € (1 bis 4 Rand) und ist in fast jedem Kiosk oder online bei den Anbietern erhältlich. Zu den größten Mobilfunkanbietern in Südafrika gehören Cell C, Vodacom und MTN. Für etwa 5,70 € (99 Rand) bekommst du 1 GB Datenvolumen, das einen Monat lang gültig ist. Die Vorwahl für Südafrika ist übrigens +27.

Steckdosen und Strom

Gebräuchlich sind Steckertyp C (der mit den zwei runden Stiften, wie wir ihn aus Europa kennen) und Typ M (mit drei runden Stiften in Dreiecksform).

Wichtiger Hinweis: In Südafrika kann es zu Load-Shedding kommen. Das sind geplante, rotierende Stromabschaltungen – meist für etwa 2,5 Stunden –, um das Stromnetz des Anbieters Eskom zu entlasten. Viele Unterkünfte haben Generatoren, aber es ist gut zu wissen, was einen erwartet. Lade dir am besten die kostenlose App EskomSePush herunter, um den Zeitplan für deine aktuelle Region im Blick zu haben.

Trinkwasser

Das Leitungswasser in Südafrika ist in den meisten Gegenden, besonders in Städten, absolut trinkbar. In kleineren Orten oder ländlichen Regionen solltest du dich kurz erkundigen. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kauf dir im Supermarkt einen 5-Liter-Kanister gefiltertes Wasser und füll deine eigene Flasche einfach immer wieder auf.

Glücklicher Reisender in Südafrika mit Kamera und Reiseausrüstung

Das muss in dein Gepäck

Da du viel draußen unterwegs sein wirst, sind bequeme Wanderschuhe ein Muss. Das Wetter kann unberechenbar sein, also pack unbedingt eine windfeste Jacke ein. Schütze deine Haut mit Sonnencreme (mindestens LSF 35) und einem Hut mit breiter Krempe vor der afrikanischen Sonne. Badesachen gehören natürlich auch dazu, und eine Kamera, um all die Momente festzuhalten.

Wichtiger Wortschatz

Höflichkeit wird in Südafrika großgeschrieben. Ein paar Basics wie „Hallo“, „Bitte“, „Danke“, „Entschuldigung“ und „Auf Wiedersehen“ öffnen dir viele Türen. Welche Sprache du sprichst, hängt von der Region ab, aber mit Afrikaans und Zulu kommst du fast überall gut durch. Es gibt auch jede Menge Slang – ein bisschen Vorbereitung schadet nicht! Freu dich darauf, Wörter wie „lekker“ (für alles, was gut oder schön ist) oder „aikona“ (für eine Ablehnung) zu hören – du wirst diese Ausdrücke schnell ins Herz schließen.

Du hast jetzt so viel über die weiten Landschaften, die wilde Tierwelt und die vielfältigen Menschen gelesen. Jetzt wird es Zeit: Erlebe es selbst. Südafrika wartet auf dich!