Stell dir vor, du bist auf Safari und siehst ein hundeartiges Tier im Gebüsch. Ist es eine Hyäne oder vielleicht ein Afrikanischer Wildhund? Moment, gibt es da überhaupt einen Unterschied? Ja, absolut! Hyänen und Wildhunde sind keineswegs dieselben Tiere. Um ehrlich zu sein: Hyänen gehören nicht einmal zur Familie der Hunde! Falls du das bisher nicht wusstest, ist das überhaupt kein Problem. In diesem Artikel lernst du, wie du die beiden anhand von Aussehen, Verbreitung und Verhalten unterscheidest. Es ist ein bisschen wie bei der Unterscheidung zwischen Geparden und Leoparden oder Spitzmaul- und Breitmaulnashörnern. Am Anfang wirkt es vielleicht knifflig, aber sobald du den Dreh raus hast, vergisst du es nie wieder. Lies weiter und werde zum Experten darin, Afrikanische Wildhunde von Hyänen zu unterscheiden.

Afrikanischer Wildhund vs. Hyäne: Der große Vergleich


Die Arten
Wusstest du, dass Hyänen eigentlich enger mit Mangusten verwandt sind? Es gibt vier Hyänenarten: den Erdwolf, die Tüpfelhyäne, die Schabrackenhyäne und die Streifenhyäne. Um Verwirrung zu vermeiden, konzentrieren wir uns hier auf die Tüpfelhyäne – die größte und bekannteste der Gruppe. Der Afrikanische Wildhund hingegen ist ein echter Wildhund und unter vielen Namen bekannt, etwa als Kap-Jagdhund oder Buntwolf.
Äußeres Erscheinungsbild
Größe und Körperbau
Der Afrikanische Wildhund ist der größte unter den afrikanischen Wildhunden – er erreicht eine Schulterhöhe von 60 bis 75 cm und bringt zwischen 18 und 36 kg auf die Waage. Dennoch sind Tüpfelhyänen mit ihren kurzen Hinterbeinen und den kräftigen Vorderbeinen deutlich massiger und stärker. Sie können eine Schulterhöhe von bis zu 92 cm erreichen und wiegen bis zu 86 kg!


Das Fell
Der Afrikanische Wildhund wird wegen seines fleckigen, karamell- und braunfarbenen Fells oft auch „Painted Dog“ genannt. Da kein Wildhund die gleichen Zeichnungen hat, lassen sich die Tiere gut voneinander unterscheiden. Auffällig ist die hellere Schwanzspitze – im Gegensatz zur schwarzen Spitze des buschigen Hyänenschwanzes. Wie der Name schon sagt, trägt die Tüpfelhyäne schwarze Flecken auf Körper und Beinen. Ihr Fell ist sandfarben und sie hat eine charakteristische kurze Mähne an Nacken und Schultern.
Gesicht und Ohren
Der Afrikanische Wildhund hat große, runde Ohren, eine dunklere Gesichtszeichnung und braune Schattierungen um die Augen. Auch die Tüpfelhyäne hat einen dunkleren Fang und große Ohren, allerdings sind diese etwas kleiner und an der Spitze spitzer geformt. Kannst du dir denken, warum sie zu den sogenannten Ugly 5 zählen?


Verbreitung
Einige der größten Populationen des Afrikanischen Wildhundes leben im südlichen Afrika. Da ihre Zahl stetig sinkt, gelten sie aufgrund von Konflikten mit dem Menschen als gefährdete Art. Die Tüpfelhyäne hingegen ist nicht gefährdet – ihr Status wird als „nicht gefährdet“ eingestuft. Sie ist in weiten Teilen Afrikas sowie im Nahen Osten und in Asien verbreitet.
Verhalten
Sozialleben
Afrikanische Wildhunde sind ausgesprochen soziale Tiere. Während die Männchen meist im Rudel bleiben, wandern die Weibchen nach der Paarung ab. Deshalb sind Männchen in einem Rudel, das im Schnitt 7 bis 15 Tiere umfasst, oft in der Überzahl – das Verhältnis liegt meist bei 3:1. Eine Gruppe von Hyänen nennt man übrigens „Clan“ oder „Cackle“ – ein passender Name, wenn man an die Laute denkt, die sie von sich geben. So ein Clan kann aus bis zu 80 Tieren bestehen!


Lebensraum
Afrikanische Wildhunde fühlen sich in Savannen und Graslandschaften am wohlsten, ziehen aber auch durch Wälder und hügeliges Gelände, um ihre Beute zu jagen. Leider verlieren sie immer mehr Lebensraum, was sie zunehmend bedroht. Hyänen bevorzugen weite Ebenen, Savannen und Grasland, kommen aber auch in trockenen Wüstenregionen oder bergigem Gelände gut zurecht.
Jetzt bist du dran! Erkennst du den Unterschied?


Links: Hyäne; Rechts: Afrikanischer Wildhund
Gar nicht so gleich, oder? Mit diesem Basiswissen über Hyänen und Afrikanische Wildhunde bist du bestens gerüstet, um die beiden faszinierenden Tiere in Zukunft auseinanderzuhalten. Jetzt ist es an der Zeit, Namibia, Botswana oder Südafrika zu besuchen, um selbst eine Tüpfelhyäne zu entdecken oder einen Wildhund in freier Wildbahn zu beobachten! Plane dein nächstes Abenteuer jetzt mit Viatu.
