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7 Fakten über Nashörner, die du garantiert noch nicht kanntest

Daryll Williams
von Daryll Williams
Veröffentlicht am 15. September 2021
3 Minuten Lesezeit

Nashörner – mit ihrer imposanten Ausstrahlung und ihrem einzigartigen Aussehen – gehören zu den faszinierendsten Tieren unseres Planeten. Die massiven, fast prähistorisch wirkenden Giganten zählen zu den legendären Big 5. Leider gehören sie heute zu den am stärksten bedrohten Tierarten der Welt.

Um diese großartigen Tiere zu ehren und auf die Gefahren aufmerksam zu machen, denen sie tagtäglich ausgesetzt sind, haben wir hier 7 spannende Fakten über Nashörner zusammengestellt:

1. Es gibt verschiedene Arten von Nashörnern

laufendes Nashorn

Insgesamt gibt es 5 verschiedene Nashornarten. Auch wenn du bei ihnen vielleicht zuerst an die afrikanische Savanne denkst, sind sie auch in Asien zu Hause. Spitzmaul- und Breitmaulnashörner leben in Afrika, während Sumatra-, Java- und Panzernashörner in den tropischen Wäldern und Sümpfen Asiens anzutreffen sind. Sie sind in Ost- und Südafrika sowie in Indien, Nepal, Vietnam, Malaysia und Indonesien heimisch.

2. Spitzmaul- und Breitmaulnashörner haben eigentlich dieselbe Farbe

Stahlgraue Hautfarbe von Spitzmaul- und Breitmaulnashorn

Sowohl das Spitzmaul- als auch das Breitmaulnashorn sind im Grunde graubraun. Ein weit verbreitetes Gerücht besagt, dass Breitmaulnashörner von niederländischen Siedlern in Afrika ursprünglich „wijd“ (breit) genannt wurden – wegen ihres breiten Mauls – und dies später fälschlicherweise ins Englische als „white“ (weiß) übersetzt wurde. Der Nashorn-Experte Kees Rookmaaker stellte jedoch klar, dass es für diese Geschichte keinerlei sprachwissenschaftliche Belege gibt. Wie das Breitmaulnashorn zu seinem Namen kam, bleibt also ein Rätsel.

3. Sie haben einen ziemlich coolen Gruppennamen

Eine Gruppe grasender Nashörner

Nashörner sind meistens Einzelgänger und gehen sich eher aus dem Weg. Einige Arten, vor allem das Breitmaulnashorn, leben jedoch in Gruppen – die man im Englischen passenderweise als „Crash“ bezeichnet. Meistens besteht so eine Gruppe aus einem Weibchen und ihrem Nachwuchs, manchmal schließen sich aber auch andere erwachsene Weibchen an.

4. Sie haben empfindliche Haut

Ein grasendes Nashorn vor einer Bergkulisse

Obwohl sie in einigen der heißesten und sonnigsten Regionen der Welt leben, ist ihre Haut nicht gerade dafür gemacht. Nashörner bekommen schnell einen Sonnenbrand und sind auch anfällig für lästige Insektenstiche. Deshalb nehmen sie oft Schlammbäder: Die Schicht schützt sie nicht nur vor der Sonne, sondern hält auch nervige Plagegeister auf Abstand.

5. Ihre Hörner wachsen ein Leben lang

Ein beeindruckendes Nashornhorn, das immer weiter wächst

Nashornhörner sind nicht mit dem Schädel verwachsen. Ähnlich wie unsere Haare oder Fingernägel wachsen sie ein Leben lang immer weiter. Das längste jemals gemessene Horn gehörte übrigens einem Breitmaulnashorn und brachte es auf stolze 1,5 Meter!

6. Ihre besten Freunde sind Vögel

Ein Madenhacker sitzt auf einem Nashorn

Obwohl sie eher Einzelgänger sind, machen Nashörner bei Madenhackern oft eine Ausnahme. Laut Live Science lässt sich der Vogel auf dem Rücken des Nashorns nieder und frisst die Insekten, die auf dessen Haut krabbeln. Zudem schlägt der Vogel Alarm, wenn Gefahr droht.

7. Vom Aussterben bedroht

Ein Nashorn ohne Horn vor einer grünen Landschaft

Noch vor einem Jahrhundert gab es weltweit mehr als eine halbe Million Nashörner. Heute leben nur noch etwa 30.000 in freier Wildbahn – ein Rückgang, der vor allem auf Wilderei zurückzuführen ist. Alle fünf Nashornarten sind gefährdet, drei davon gelten sogar als vom Aussterben bedroht: das Sumatra-, das Java- und das Spitzmaulnashorn. Aktuell gibt es nur noch etwa 60 Java-Nashörner, weniger als 100 Sumatra-Nashörner und rund 5.500 Spitzmaulnashörner.

Es gibt aber auch gute Nachrichten. Dank intensiver Artenschutzprojekte sind die Bestände von Spitz- und Breitmaulnashörnern in den letzten Jahren wieder gestiegen. Das Breitmaulnashorn wurde laut einem Artikel des World Wildlife Fund (WWF) sogar „kurz vor dem Aussterben bewahrt“.

Zeit für deine Reise zu den Nashörnern im südlichen Afrika

Die Silhouette eines Nashorns und eines Baumes bei Sonnenuntergang

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