Da deine Chancen, Afrikas faszinierende Tierwelt in der kargen Savanne zu entdecken, an einer Wasserstelle am größten sind, haben wir diesem Thema einen eigenen Guide gewidmet. Er dreht sich rund um die zahlreichen Wasserlöcher in Namibias wichtigstem Schutzgebiet: dem Etosha-Nationalpark. Jedes dieser lebenswichtigen Wasserlöcher – ob durch natürliche Quellen gespeist oder künstlich angelegt – hat seinen ganz eigenen Charakter und zieht eine bemerkenswerte Vielfalt an Tieren an, von ganz klein bis riesig. In diesem Blog-Post stellen wir dir unsere Top 10 Wasserlöcher vor…

Der ultimative Guide zu den Wasserlöchern im Etosha-Nationalpark




Beste Reisezeit
Die ideale Zeit für einen Besuch im Etosha Nationalpark ist der trockene Winter zwischen Juni und Oktober. Da es kaum regnet, ziehen die Tiere in Scharen zu den Wasserlöchern. In der Regenzeit von November bis April verteilen sich die Tiere im gesamten Park, da sie nicht auf feste Wasserstellen angewiesen sind.
- Am besten
- Gut
- Akzeptabel
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Lage
Der Etosha Nationalpark liegt im Norden Namibias und erstreckt sich über rund 22.270 km² – das entspricht etwa der halben Fläche der Schweiz 🇨🇭! Im Park gibt es über 40 Wasserlöcher zu entdecken, die sich meist entlang des Randes der berühmten Etosha-Pfanne verteilen. Wasserstellen findest du in unmittelbarer Nähe zu allen Eingangstoren und Camps des Parks.

Die 10 besten Wasserlöcher
Auch wenn wir natürlich nicht vorhersagen können, welches Tier wann wo auftaucht: Hier ist ein kurzer Überblick über die besten Wasserlöcher, die bei deinem Abenteuer im Etosha-Nationalpark nicht fehlen dürfen.
Rund um das Okaukuejo Rest Camp
1. Okaukuejo
Dieses berühmte Wasserloch gilt für viele als der beste Ort in ganz Afrika, um die vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörner zu beobachten. Es liegt direkt am Okaukuejo Rest Camp. Dank der Flutlichtanlage lassen sich hier fast jeden Abend Nashörner und Elefanten blicken – besonders zwischen Juni und Dezember. Das Wasserloch ist nicht nur bei Tieren beliebt, sondern auch bei Touristen. Mein Tipp: Komm kurz vor Sonnenaufgang. So nutzt du das traumhafte Morgenlicht optimal und entgehst dem größten Andrang.

2. Okondeka
Wenn du auf der Suche nach dem König der Tiere bist, ist Okondeka deine beste Adresse. Diese natürliche Quelle liegt an der Westseite der Etosha-Pfanne, nördlich von Okaukuejo. Löwen und andere Raubtiere werden hier oft bei ihrer Beute gesichtet. Auf den umliegenden Ebenen triffst du außerdem regelmäßig auf Giraffen, Zebras, Springböcke, Strauße und Gnus. Für die besten Fotos solltest du das Wasserloch am Vormittag oder späten Nachmittag besuchen.

3. Olifantsbad
„Olifantsbad“ bedeutet übersetzt „Elefantenbad“ – und das aus gutem Grund. Schau am besten vormittags vorbei, um Elefanten, Zebras, Impalas und Kuhantilopen beim Trinken zu beobachten.

4. Nebrownii
Große Herden von Elefanten, Springböcken, Zebras, Oryxantilopen, Straußen und Giraffen kommen an diesem Wasserloch zusammen. Da das Wasserloch recht klein ist, kämpfen die Elefanten oft um den Zugang – perfekt für dramatische Action-Fotos. Am besten gelingen dir die Aufnahmen morgens oder am späten Nachmittag.

Rund um das Halali Camp
5. Goas
Diese oasenartige natürliche Quelle liegt etwa auf halbem Weg zwischen dem Andersson Gate im Süden und dem Von Lindquist Gate im Osten. Mit etwas Glück spottest du hier einen Leoparden. Außerdem sind jede Menge Vögel, Elefanten, Schwarzgesicht-Impalas sowie große Herden von Zebras und Gnus unterwegs. Die besten Fotos machst du hier am Vormittag oder am späten Nachmittag.

6. Salvadora
Dieses Wasserloch bietet eine traumhafte Kulisse mit Blick auf die Etosha-Pfanne, die sich weit bis zum Horizont im Norden erstreckt. Der Spot ist beliebt bei Geparden – und die klettern hier kurioserweise sogar auf Bäume! Außerdem erwarten dich riesige Zebraherden, die hier ihren Durst stillen. Das Licht ist morgens am schönsten.

7. Moringa
Das beleuchtete Moringa-Wasserloch liegt direkt am Halali Camp. So kannst du dich ganz entspannt schon früh morgens oder bis spät abends auf die Lauer legen. Das Versteck thront auf einem Koppie (einem felsigen Hügel) und bietet dir einen tollen Blick auf Spitzmaulnashörner, Elefanten, Leoparden und das Wild in der Ebene unter dir. Halt die Ohren offen für den markanten Ruf des Schreiseeadlers und das Konzert der Flughühner nach Sonnenuntergang.

8. Homob
Dieses malerische Wasserloch liegt 43 km westlich von Halali in einer großen Senke. Vom Parkplatz oberhalb hast du eine erstklassige Sicht. Hier verlaufen regelrechte „Wildtier-Highways“ direkt durch den Parkplatzbereich – so kannst du die Tiere hautnah beobachten und fotografieren, während sie am Wasserloch vorbeiziehen. Das Morgenlicht ist hier ideal für deine Aufnahmen.

Rund um das Namutoni Rest Camp
9. Namutoni
Dieses beleuchtete Wasserloch beobachtest du direkt vom Namutoni Rest Camp aus. Von einer erhöhten Plattform kannst du Giraffen beim Vorbeiziehen zusehen. Kurz vor Sonnenuntergang kommen hunderte Blutschnabelweber angeflogen, um sich in den Schilfgürteln niederzulassen. Das Licht am Abend sorgt dabei für tolle Silhouetten-Fotos.

10. Klein Namutoni
Nur 2-3 km vom Namutoni Camp entfernt, ist dieses Wasserloch ein toller Spot für den Sundowner. Du bist schnell wieder zurück im Camp, bevor die Tore schließen. Halte am Straßenrand Ausschau nach dem niedlichen Damara-Dikdik. Am Wasserloch selbst zeigen sich oft Giraffen, Spitzmaulnashörner, Elefanten, Schwarzfersenantilopen und Tüpfelhyänen. Für das beste Licht lohnt sich ein Besuch am Vormittag; wenn du die Tiere lieber als Silhouette vor der untergehenden Sonne fotografieren willst, ist der Nachmittag ideal.

Unterkünfte
Wenn du mittendrin sein willst und frühen, exklusiven Zugang zu den belebten Wasserlöchern des Etosha-Nationalparks suchst, empfehlen wir dir, direkt im Park oder in unmittelbarer Nähe der Tore zu übernachten. Hier sind ein paar Vorschläge.
Einfach & praktisch
Mittelklasse
Gehoben
So planst du den Etosha Nationalpark in dein Abenteuer ein
Der Etosha Nationalpark steht bei fast jedem Reisenden ganz oben auf der Bucket List – schließlich ist er das wichtigste Ziel für Tierbeobachtungen in Namibia. Er liegt im Norden des Landes und ist ein beliebter erster Stopp, wenn du von Windhoek aus startest.
Insider-Tipps
Etosha und seine Wasserlöcher sind beliebt. Mein Tipp: Sei direkt bei Parköffnung in der Morgendämmerung vor Ort, um dir einen Logenplatz für das Naturschauspiel zu sichern.
Treibstoff gibt es im Park an drei Stationen: Okaukuejo, Namutoni und Halali. Da der Sprit dort aber öfter mal ausgeht, solltest du deinen Tank nie zu weit leer fahren!
Pack ein Fernglas ein – und falls du leidenschaftlich gerne fotografierst, sind ein 300mm-Objektiv und ein Stativ Gold wert.
Lade dir Offline-Karten wie Maps.me oder Google Maps für deine Zeit im Etosha (und in ganz Namibia) herunter. Druck dir am besten auch physische Karten aus, damit du nicht die Orientierung verlierst.
Niemand kann vorhersagen, welches Tier wann an welches Wasserloch kommt. Oft ist Geduld gefragt, wenn du auf seltene Arten oder auch die bekannteren Tiere hoffst. Um deine Chancen zu erhöhen: Fahr früh zum Wasserloch, such dir einen guten Platz, Motor aus und einfach warten... Eins ist sicher: Etosha wird dich auf die eine oder andere Weise belohnen.
