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Etosha: Der ultimative Travel Guide

Nina van Zyl
von Nina van Zyl
Veröffentlicht am 15. Oktober 2020
5 Minuten Lesezeit

Der Etosha Nationalpark ist neben dem Sossusvlei wohl das bekannteste Reiseziel Namibias. Was ihm an ikonischen Dünen fehlt, macht er durch eine unglaubliche Vielfalt an Tieren, atemberaubende Landschaften und die Freiheit, alles auf eigene Faust zu erkunden, mehr als wett. Benannt nach der riesigen Etosha-Pfanne, die einen Großteil seiner Fläche einnimmt, ist der Nationalpark ein Paradies für Elefanten, Löwen, Leoparden, Zebras und viele mehr. Der Name Etosha stammt aus der lokalen Sprache Oshindonga und bedeutet „Großer weißer Platz“. Lies weiter für den kompletten Guide zum Etosha Nationalpark.

So kommst du hin

Der Etosha Nationalpark – von Locals einfach nur Etosha genannt – liegt im zentralen Norden Namibias, etwa fünf Autostunden nördlich von Windhoek. Du kannst direkt von Windhoek zum Andersson Gate durchfahren, dem südlichsten Eingang des Parks. Eine halbe Stunde vor dem Gate lohnt sich ein Stopp in Outjo, einem kleinen, charaktervollen Ort. Das Andersson Gate ist mit Abstand der beliebteste Zugang, aber es gibt noch drei weitere Tore: Galton, Von Lindequist und Nehale im Westen, Osten bzw. Nordosten. Je nachdem, ob du das berühmte Damaraland im Westen erkunden oder in die wilde, wasserreiche Zambezi-Region im Nordosten weiterziehen willst, kannst du den Park über eines dieser Tore verlassen.

Alle vier Tore öffnen bei Sonnenaufgang und schließen bei Sonnenuntergang. Denk daran, dass das auch für alle Camps und Resorts im Park gilt. Wenn du also innerhalb des Parks übernachtest, solltest du genug Zeit einplanen, um Formulare auszufüllen, die Eintrittsgebühr von 4,50 € (80 N$) zu zahlen und entspannt dein Camp zu erreichen.

Elefant läuft allein auf der Straße vor einem Safari-Auto mit Insassen

Die beste Reisezeit

Die beliebteste Reisezeit für Etosha ist der namibische Winter: Juni, Juli und August. Und das aus gutem Grund! Wenn die Umgebung im Park trocken ist, versammeln sich die Tiere an den zahlreichen Wasserlöchern – perfekt für dich, um sie aus nächster Nähe zu beobachten. In der Regenzeit (Ende Dezember bis Februar) hingegen gibt es überall in der Wildnis genug Wasser. Die Tiere müssen dann nicht mehr das Risiko eingehen, an einem Wasserloch von Raubtieren entdeckt zu werden.

  • Am besten
  • Gut
  • Akzeptabel
  • Januar

  • Februar

  • März

  • April

  • Mai

  • Juni

  • Juli

  • August

  • September

  • Oktober

  • November

  • Dezember

Die meisten Besucher bevorzugen die kühleren Monate in Namibia. Auch wenn die Nächte recht frisch werden können, sind die Tage sonnig und warm. Die namibischen Sommer können hingegen ziemlich heiß werden, selbst nachts – dafür locken in dieser Zeit oft viele Sonderangebote und Rabatte. Wenn du noch mehr Tipps zum Sparen suchst, schau dir unseren Blog-Post an: 5 Hacks für einen günstigen Namibia-Trip.

Safari-Auto im Licht des Sonnenuntergangs mit Insassen

Aktivitäten

Self-Drives und geführte Game-Drives

Der Hauptgrund für einen Besuch im Etosha Nationalpark ist die schiere Menge an Tieren. Etosha ist ein Paradies für Wildtier-Fans und beheimatet vier der „Big 5“: Löwen, Leoparden, Elefanten und Nashörner. Das Beste daran: Du kannst sie ganz entspannt aus deinem Auto heraus beobachten. Ein Self-Drive durch den Park ist genial, weil du dein eigener Tourguide bist. Du entscheidest, wohin es geht und wie lange du an einem Wasserloch verweilst. Pack nur genug Snacks und Getränke ein. Die meisten Lodges im und um den Park bieten zudem geführte Game-Drives an. Diese dauern meist vier bis fünf Stunden und starten entweder früh am Morgen oder am späten Nachmittag.

Viele Tiere versammelt an einem Wasserloch
Mädchen auf Safari-Tour beobachtet Elefanten beim Trinken am Wasserloch
Eine Herde Springböcke
Menschen beim Sundowner am Lagerfeuer

Bush Walks

Eine weitere Option ist ein Bush Walk. Stell dir den Adrenalinkick vor, wenn du einem wilden Nashorn begegnest und nur das geschulte Auge deines Guides zwischen euch liegt. Bush Walks sind oft etwas kostspieliger, da nur wenige Personen gleichzeitig teilnehmen können, und eine gewisse Grundfitness solltest du für dieses Erlebnis mitbringen.

Spa und Wellness

Nach einem langen Tag in der Wildnis ist es an der Zeit, auch dein inneres Tier zu zähmen und dich verwöhnen zu lassen. Viele Lodges rund um Etosha bieten Spa-Angebote an. Frag am besten schon bei der Buchung nach, ob deine Unterkunft über entsprechende Einrichtungen verfügt.

Wildlife & Safari

Wie schon erwähnt, ist der Etosha Nationalpark ein echtes Highlight, wenn du auf der Suche nach unvergesslichen Tierbeobachtungen bist. Immerhin sind hier vier der „Big 5“ zu Hause. Okay, der Afrikanische Büffel fehlt – aber bei dem mürrischen Blick, den die Kerle draufhaben, sind sie wahrscheinlich selbst nicht sonderlich begeistert davon. Dazu kommen tausende Zebras, Springböcke und andere Antilopen, Raubtiere wie Geparden, Hyänen und Schakale sowie eine schier endlose Vielfalt an Vogel- und Reptilienarten.

Elefant steht an einem Wasserloch vor leerem Hintergrund
Großes Zebra und kleines Zebra stehen zusammen
Vier Giraffen stehen am Wasserloch, eine trinkt, im Hintergrund weite Landschaft
Zwei Löwen trinken an einem Wasserloch

In der Regenzeit erwacht die Pfanne zum Leben und lockt Vögel aus allen Himmelsrichtungen an. Der absolute Höhepunkt sind dabei die tausenden Flamingos, die sich auf der weißen Fläche niederlassen und ihr einen exotischen rosa Schimmer verleihen. Wenn du von einer Safari in Afrika träumst, ist der Etosha Nationalpark ein absolutes Muss – ein Erlebnis, das du garantiert nicht mehr vergisst.

Unterkünfte

Bevor du in den Flieger nach Namibia steigst, lass uns deine Unterkunft klären. Es gibt jede Menge Optionen rund um den Etosha-Nationalpark. Damit du dir die mühsame Recherche sparst, haben wir unsere Favoriten zusammengestellt – von richtig günstig bis hin zu einem kleinen Luxus-Upgrade.

So planst du den Etosha Nationalpark in dein Namibia-Abenteuer ein

Der Etosha Nationalpark ist die Bühne für Namibias spektakulärste Tierwelt. Hier sind unsere Favoriten, wie du den Park am besten in deine Reise integrierst:

Insider-Tipps

  • Wenn du gerne fotografierst, nimm einen kleinen Bohnensack mit. Damit kannst du deine Kamera perfekt auf dem Autofenster stabilisieren. Und lass dich bloß nicht dazu hinreißen, während der Pirschfahrt das Objektiv zu wechseln – im Etosha ist es viel zu staubig, um das Risiko einzugehen.

  • In allen Resorts innerhalb des Parks gibt es Restaurants und Shops, außer in Olifantsrus. Deck dich aber trotzdem vorher mit dem Wichtigsten ein (z. B. Mückenschutz, Bier), da die Vorräte manchmal knapp werden können.

  • Steig niemals (wirklich niemals!) im Park aus dem Auto. Wilde Tiere sind genau das – wild. Und dazu noch unberechenbar.

  • Auch wenn Namibia ein Wüstenland ist, können die Nächte ziemlich kalt werden. Pack also unbedingt eine warme Jacke und geschlossene Schuhe ein.

Jetzt weißt du alles, was du für den Etosha Nationalpark in Namibia wissen musst. Der nächste Schritt: die Reise dorthin. Du weißt nicht, wo du anfangen sollst?