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7 spannende Fakten über Namibia (die du wahrscheinlich noch nicht kanntest)

Daryll Williams
von Daryll Williams
Veröffentlicht am 19. Juni 2021
4 Minuten Lesezeit

Auf den ersten Blick wirkt Namibia wie eine karge Wüstenlandschaft voller Sand, ausgetrockneter Flussbetten und Salzpfannen – ein Ort, der auf den ersten Blick kaum Leben zulässt. Die Einheimischen nannten das Land einst „das Land, das Gott im Zorn erschuf“, ein Ruf, den Namibia bis heute mit sich trägt. Doch selbst unter den extremen Bedingungen dieser rauen Umgebung hat das Leben einen Weg gefunden, zu gedeihen.

Hier teilen wir die interessantesten Fakten über Namibia, die wir auf unseren gemeinsamen Reisen durch dieses faszinierende Land gesammelt haben.

1. Namibia ist das erste afrikanische Land mit Umweltschutz in der Verfassung

Nach der Unabhängigkeit vom südafrikanischen Apartheid-Regime im Jahr 1990 nahmen die Namibier ihr Land wieder in die eigene Hand. Sie sind so stolz auf ihre Natur, dass sie die gesamte Küste zum Nationalpark erklärt haben. Das schützt nicht nur die Umwelt, sondern hilft auch dabei, Wildtierbestände wieder aufzubauen – darunter Spitzmaulnashörner, afrikanische Elefanten und Geparden.

Namibia ist damit ein ideales Ziel für nachhaltige Safaris, bei denen Tiere in ihrer natürlichen Umgebung frei umherziehen. Nirgendwo wird das deutlicher als in der unberührten Wildnis vom Etosha Nationalpark, einem der weltweit besten Orte für Tierbeobachtungen.

2. Eines der am dünnsten besiedelten Länder der Welt

Der Name „Namib“ lässt sich mit „weiter Ort“ übersetzen – und das trifft es auf den Punkt. Namibia gehört zu den am wenigsten überlaufenen Reisezielen der Erde (mit einer der geringsten Bevölkerungsdichten weltweit). Bei einer Fläche, die so groß ist wie Deutschland und Frankreich zusammen, leben hier gerade einmal 2,5 Millionen Menschen.

Man muss es eigentlich nicht erwähnen, aber Namibia ist der perfekte Ort, um mal so richtig abzuschalten und offline zu gehen.

Eine Schotterpiste führt zur Spitzkoppe

3. Namibia hat einige der höchsten Sanddünen der Welt

Die Dünen der Namib-Wüste zählen zu den höchsten weltweit. Die „Dune 7“ bei Walvis Bay ist mit stolzen 383 Metern die höchste des Landes. Die meistbestiegene Düne ist die „Dune 45“ – ein beliebter Spot, um spektakuläre Sonnenauf- und -untergänge zu erleben. Der Aufstieg ist anstrengend, besonders früh am Morgen, aber wenn sich der Himmel über der Landschaft verfärbt, ist jede Mühe vergessen. Die Dünen im Sossusvlei leuchten besonders intensiv rot, was an winzigen Eisenpartikeln liegt, die über lange Zeit oxidiert sind. Ihren Namen hat die Dune 45 übrigens, weil sie genau 45 km vom Sesriem-Gate entfernt liegt.

4. Eine Geisterstadt bei Lüderitz

Kolmanskop, nahe Lüderitz gelegen, ist Namibias berühmteste Geisterstadt. Sie entstand 1908 als Minenort, nachdem an der Küste Diamanten entdeckt wurden. 30 Jahre später waren die Vorkommen erschöpft und Kolmanskop wurde zur echten Geisterstadt. Heute ist der Ort eine der schönsten und zugleich gespenstischsten Kulissen Namibias – besonders für Fotografen ist das Licht bei Sonnenaufgang ein Traum.

Im Inneren eines verlassenen Hauses in Kolmanskop

5. Hier liegt der größte Canyon Afrikas: der Fish River Canyon

Der Fish River Canyon ist der größte Canyon des Kontinents. Er ist nach dem Grand Canyon der zweitgrößte der Welt und entstand vor über 650 Millionen Jahren durch Wassererosion.

Der größte Canyon Afrikas: der Fish River Canyon

6. Die Skeleton Coast – berüchtigt für ihre Schiffswracks

Die Skeleton Coast im Norden der namibischen Atlantikküste zählt zu den geheimnisvollsten Orten des Landes. Hier findest du nicht nur zahlreiche Tierkadaver, sondern auch hunderte Schiffswracks. Schuld daran sind die rauen Winde und starken Meeresströmungen. Die meisten Wracks sind mittlerweile völlig zerstört, aber einige sind noch immer gut zu erkennen.

Luftaufnahme der Skeleton Coast

7. Namibia: Das Land mit dem geringsten Niederschlag südlich der Sahara

Namibia gehört zu den trockensten und sonnigsten Ländern der Welt – mit über 290 Sonnentagen im Jahr. Das Klima ist generell trocken, die Verdunstungsrate liegt deutlich über der Niederschlagsmenge. Mit gerade einmal 370 mm Jahresniederschlag in Windhoek ist Namibia das Land mit dem wenigsten Regen in ganz Subsahara-Afrika.

Zeit, deine Namibia-Reise zu planen

Namibia ist das ultimative Ziel für alle, die Einsamkeit suchen. Die weiten Landschaften und die faszinierende Tierwelt, die sich perfekt an die karge Umgebung angepasst hat, sind einfach beeindruckend. Ob du vier der „Big Five“ aufspüren oder eine der ältesten Wüsten der Welt erkunden willst – hier warten unvergessliche Abenteuer in der Wildnis auf dich!

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