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Die 7 besten Aktivitäten in Namibia

Daryll Williams
von Daryll Williams
Veröffentlicht am 3. November 2020
5 Minuten Lesezeit

Die Flüge sind gebucht, die Tour steht – aber bevor das Kribbeln vor dem Abflug so richtig losgeht, willst du natürlich wissen, was dich vor Ort erwartet, oder? Auf den ersten Blick wirkt Namibias karge Landschaft vielleicht nicht gerade wie ein Abenteuerspielplatz, doch genau diese unendliche Weite bietet eine Welt voller Möglichkeiten.

Wenn du dich fragst, was du unbedingt auf deine Bucket List setzen solltest, sobald du gelandet bist: Hier kommen unsere Favoriten.

Heißluftballonfahrt über dem Sossusvlei

1. Schwerelos über dem Sossusvlei schweben

Eine Fahrt im Heißluftballon über das Sossusvlei ist wohl eines der schönsten Erlebnisse, die du in der Namib-Wüste haben kannst. Das Abenteuer startet meist noch vor Sonnenaufgang, wenn du an deiner Unterkunft abgeholt und zum Startplatz gebracht wirst. Sobald der Ballon abhebt, gleitest du etwa eine Stunde lang lautlos über die Sanddünen. Die Aussicht auf die Namib ist einfach der Wahnsinn. Nach der Landung – wo auch immer der Wind dich hingetragen hat – wartet ein Champagner-Frühstück der Extraklasse auf dich.

2. Gänsehaut-Feeling im Deadvlei

Keine Reise durch Namibia ohne einen Abstecher ins Deadvlei – das absolute Highlight der legendären Sossusvlei-Region. Dich erwartet eine ausgetrocknete Lehm-Pfanne, die tief im feuerroten Herzen der Namib liegt. Dieser Ort wirkt fast wie von einem anderen Stern: Hier findest du einige der höchsten Sanddünen der Welt, die das ganze Jahr über kaum Regen abbekommen. Die strahlend weißen Salzpfannen, gespickt mit den vertrockneten, schwarzen Kameldornbäumen, sind das einzige Zeichen dafür, dass hier nur extrem selten Wasser fließt.

Mann im weißen Anzug beim Sandboarding auf einer Düne

3. Surf die Sanddünen (und die Wellen)

Wüste und Surfer-Lifestyle passen auf den ersten Blick nicht zusammen? In Namibia schon. Die weltberühmten Sanddünen bieten dir einige der besten Wellen weltweit – nur eben mit einer Extraportion Sand. Die Namib ist die älteste Wüste der Welt, aber es gibt eine neue Art, ihre ikonischen Dünen zu erleben: auf dem Board. Nicht weit von der Küstenstadt Swakopmund findest du riesige Sandberge, die perfekte Hänge zum Runtersurfen bieten. Wenn du das erste Mal vor diesen Türmen stehst, die in den blauen afrikanischen Himmel ragen, steigt die Vorfreude – aber heb dir ein bisschen Energie auf, denn der Spaß beginnt mit einem schweißtreibenden Aufstieg zum Startpunkt.

Abgesehen von den Dünen ist Namibia ein echter Geheimtipp für Surfer. Das Land liegt eingeklemmt zwischen der Kalahari und dem rauen Atlantik, der vom kalten Benguelastrom gespeist wird. An der langen Küste gibt es noch jede Menge unberührte Spots, die allerdings erfahrenen Surfern vorbehalten sind. Wir empfehlen dir, deine ersten Wellen in Swakopmund oder Walvis Bay an der Westküste zu suchen – ganz in der Nähe der längsten linkslaufenden Welle der Welt, die auf Sand bricht.

4. Geduldsprobe am Wasserloch

Durst bestimmt den Rhythmus der Wildtiere im Etosha Nationalpark. Wenn du einfach mal abwartest, wirst du mit den besten und entspanntesten Tierbeobachtungen belohnt – besonders in der trockenen Wintersaison. Parke dein Auto einfach in der Nähe eines Wasserlochs und warte, bis die Tiere kommen. Eine Sofa-Safari im wahrsten Sinne des Wortes.

Wenn du Lust auf etwas mehr Action hast, kannst du auch aus dem Auto steigen und Nashörner zu Fuß tracken! Im Damaraland lebt die größte Population von Spitzmaulnashörnern in Afrika (über 35 % sind hier zuhause). Wenn du diese beeindruckenden Tiere hautnah erleben willst, sollte dieser Ausflug ganz oben auf deiner Liste stehen.

5. Sterne gucken bis zum Morgengrauen

Dank der minimalen Lichtverschmutzung bietet Namibia einen der dunkelsten und klarsten Sternenhimmel der Welt. Das NamibRand Nature Reserve wurde 2012 als erstes Dark Sky Reserve Afrikas ausgezeichnet. Viele Camps haben Teleskope, mit denen du deine eigene Himmels-Safari starten kannst. Aber eigentlich brauchst du gar kein Equipment: Leg dich einfach draußen auf den Rücken und verlier dich in den Geheimnissen des afrikanischen Nachthimmels.

6. Auf zu legendären Gipfeln

Die Spitzkoppe ragt wie eine Fata Morgana aus den Ebenen des südlichen Damaralandes empor. Der riesige Granitberg inspiriert seit Langem Kletterer und wird nicht umsonst das „Matterhorn Afrikas“ genannt. Obwohl er 1946 erstmals bezwungen wurde, locken seine Flanken weiterhin Profis wie den amerikanischen Kletterer Alex Honnold. Keine Sorge: Einige der niedrigeren, abgerundeten Kuppeln bieten spannende Kletterpassagen für alle, die sich nicht an die senkrechten Wände trauen. Lust auf ein Abenteuer? Mehr über diese ungezähmte Landschaft erfährst du in unserem Guide für das Damaraland.

7. Wanderschuhe an: Namibias Trails

Wandern in Namibia ist ein Abenteuer der Extreme. Von kurzen Erkundungen der riesigen Dünenfelder – besonders spektakulär rund um Sossusvlei – bis hin zu anspruchsvollen Touren durch die felsigen Tiefen eines der größten Canyons der Welt. Wegen der extremen Sommerhitze und der Abgeschiedenheit im Fish River Canyon sind Wanderungen dort nur von Mai bis Mitte September möglich. Die faszinierende Route von Hobas nach Ai-Ais führt durch das sandige Flussbett, vorbei an riesigen Felsblöcken, dramatischer Kulisse und kleinen, seltenen Wasserbecken – perfekt für eine Abkühlung zwischendurch!

Namibia wartet auf dich

Mann und Frau sitzen zusammen und schauen auf einen riesigen Felsberg

Karg, rau und doch voller Leben – Namibia ist ein faszinierendes Rätsel, das nur darauf wartet, von dir entdeckt zu werden. Die Wüstenlandschaft ist in ihrer ganzen Weite einfach überwältigend. Ein Ort, an dem du genauso gut zu dir selbst finden wie dich in wilde Abenteuer stürzen kannst.

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