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Netflix & Change – Ausgabe März 2022

Daryll Williams
von Daryll Williams
Veröffentlicht am 1. März 2022
3 Minuten Lesezeit
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Mission Blue dokumentiert das Lebenswerk der legendären Ozeanografin Sylvia Earle. Sie war zwischen 1990 und 1992 leitende Wissenschaftlerin bei der National Oceanic and Atmospheric Administration und ist seit 1998 Explorer-in-Residence bei der National Geographic Society. Ihre akademische Karriere widmete sie der Erforschung unbekannter Gebiete auf der Suche nach Algen – heute setzt sie sich leidenschaftlich für den Schutz der Meere ein.

Zur Einstimmung auf den Weltwassertag am 22. März tauchen wir tief in Geschichten über die Zukunft unserer Ozeane ein. Bereit für einen Sprung ins kalte Wasser? 🌊

Unser Binge-Tipp für März: Mission Blue

„Wenn wir weitere 50 Jahre warten, werden die Chancen, die wir jetzt haben, vertan sein. Jetzt ist der Moment. Unsere Entscheidungen und unser Handeln bestimmen alles, was danach kommt.“

Der Dokumentarfilm begleitet Sylvia dabei, wie sie auf ihre unzähligen Tauchgänge zurückblickt. Dabei stößt sie immer wieder auf die Spuren menschlichen Handelns – sei es durch verendete Tiere oder treibenden Plastikmüll. Es ist eine bittere Erkenntnis, wie egoistisch wir Menschen sind, auch wenn wir es tief im Inneren wohl alle schon wussten.

Aufwühlend, aufschlussreich und visuell beeindruckend: Mission Blue ist ein Must-See für alle Doku-Fans und Naturliebhaber.

Der Nachhaltigkeitsfaktor

Gesamt: 3/5

Obwohl der Film den Namen von Earles Non-Profit-Organisation trägt, wirkt er selten wie reine Propaganda. Die Geschichte wird nicht chronologisch erzählt, sondern springt zwischen Biografie, Wissenschaft und Aktivismus hin und her. Dass die privaten Archivaufnahmen eigentlich nachgestellt sind, wirkt ein wenig unecht. Dennoch: Earles Hingabe und ihr Mut im Kampf gegen die Ozeankrise sind ansteckend. Ihre Leidenschaft für ihr Lebenswerk ist einfach mitreißend.

Das Viatu-Fazit

Themen:

Wie Sylvia betont, steht es um die Gewässer unseres Planeten schlecht – und das sind düstere Aussichten für das Leben auf der Erde. Zu Beginn des Films, als sie kurz vor ihrem 80. Geburtstag steht, sehen wir die katastrophalen Folgen menschlicher Eingriffe: das massenhafte Abschlachten von Haien nur für ihre Flossen oder industrielle Ölverschmutzungen, die riesige tote Zonen im Meer hinterlassen. Earles wichtigstes Anliegen, ebenfalls „Mission Blue“ genannt, ist der Einsatz für „Hope Spots“ – staatlich geschützte Meeresgebiete, in denen sich die Natur erholen kann und vor übermäßigen menschlichen Einflüssen bewahrt bleibt.

Produktion:

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Was den Film besonders macht:

Mission Blue ist eine Mischung aus Umweltkommentar und Biografie – eine Hommage an die Natur und zugleich eine Verbeugung vor der brillanten Sylvia Earle. Man muss Sylvia einfach mögen, wenn sie vom unberührten Florida ihrer Jugend und ihrer Liebe zum Golf von Mexiko erzählt. Ihre Leidenschaft für den Ozean ist in jeder Sekunde spürbar. Genauso wie ihr Herzschmerz, wenn sie beschreibt, wie sich Florida vor ihren Augen veränderte: Touristenmassen, ausgebaggerte Buchten und kristallklares Wasser, das durch Sedimente trüb wurde. „Diese Erfahrung – als Zeugin. Ich habe das Vorher gesehen und danach den Einfluss, den wir auf die Natur haben können.

Bei unserer Netflix & Change-Reihe im März geht es darum, Dinge aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Gemeinsam können wir gewaltige, positive Veränderungen bewirken, wenn wir entschlossen bleiben und die Menschen, die Tierwelt und die Landschaften um uns herum schützen. Nimm dir kurz Zeit, darüber nachzudenken.

Wir bei Viatu setzen uns voll und ganz für eine Nachhaltigkeitsrevolution ein. Begleite uns auf unserer Reise auf Instagram.