Du kennst sicher den Spruch „Lass dich vom Wind treiben“. Für einen ganz bestimmten Menschen wurden diese Worte zur Lebensphilosophie und zum Ansporn für ein echtes Abenteuer. In der diesjährigen September-Ausgabe von Channels for Change begleiten wir einen Niederländer mit einer großen Vision in der Dokumentation Follow the Wind. Der Film startet direkt mit einer Ansage von Profi-Kitesurfer Jerrie de Kop: „Ich will der Erste sein, der jemals auf dem Kilimandscharo snowkited.“


„Lasst nicht zu, dass unsere Zukunft vor unseren Augen vertrocknet.“ – Desmond Tutu, Nobelpreisträger & Justdiggit-Botschafter
Kurz gefasst
Follow the Wind wurde von Bob van de Gronde gedreht und von Red Bull TV und Merrell präsentiert. Der Film nimmt dich mit auf eine Expedition, die weit über ein bloßes Abenteuer hinausgeht und zeigt, wie viel Kraft in uns steckt, um einen positiven Beitrag für unseren Planeten zu leisten. In nur 38 Minuten nutzt Jerrie den Wind, um vom wunderschönen Indischen Ozean bis zu den eisigen Gipfeln des Kilimandscharo in Tansania zu gelangen. Sein Ziel? Auf die ökologischen Gefahren in der Region aufmerksam zu machen und Rückenwind für all jene zu erzeugen, die sich für den Umweltschutz einsetzen.
Verfügbar auf: Waterbear
Der Nachhaltigkeits-Faktor
Gesamt: 4/5
Jerries ehrgeizige, windbetriebene Reise von Sansibar zum Kilimandscharo – dem höchsten freistehenden Berg der Welt – ist alles andere als ein Spaziergang. Während sich die Geschichte entfaltet, wird die Mission immer greifbarer. Jerrie will wachrütteln. Wir erfahren, dass der Schnee auf dem Berg schmilzt (ups – Jerrie braucht den Schnee für seine Mission) und dass die globale Erwärmung zu einer massiven Dürre geführt hat. Die Niederschläge gehen zurück und die Flüsse, die einst von den Bergen herabflossen, sind mittlerweile ausgetrocknet. Diese Dürre trifft die Tierwelt hart: Zebras, Gnus, Büffel, Elefanten und Flusspferde leiden. Selbst die nomadisch lebenden Massai spüren die Auswirkungen. Für sie ist der Kilimandscharo, der „Weiße Berg“, ein zentraler Lebensspender und eine unverzichtbare Wasserquelle.
Jerrie de Kops Reise ist nicht nur ein persönlicher Triumph, sondern eine Plattform, um die drängenden ökologischen Herausforderungen der Region ins Rampenlicht zu rücken. Vor der Kulisse schmelzender Gletscher und der anhaltenden Dürre webt der Film eine Geschichte, die zeigt, wie dringend wir handeln müssen. Er nutzt seine Leidenschaft fürs Kitesurfen als Hebel für seinen Umweltschutz-Einsatz.
Die Dokumentation beleuchtet zudem eine großartige Initiative namens Justdiggit. Sie widmet sich der Begrünung der Landschaft und zeigt dir ganz konkret, wie du unterstützen kannst. Mit einem simplen Werkzeug – der Schaufel – hilft Justdiggit dabei, Wasser im Boden zu speichern, die Vegetation zu fördern und so ein positives Echo im Ökosystem zu erzeugen, das auch die Tierwelt zurückkehren lässt.
Das Viatu-Fazit
Themen
Der Film fängt die herzliche Gastfreundschaft Tansanias wunderbar ein. Das zeigen die vielen schönen Begegnungen – etwa das strahlende Lächeln eines Jungen an den Küsten von Sansibar oder die Perspektiven eines erfahrenen Ballonpiloten, der die Gegend seit über zehn Jahren aus der Luft kennt. Besonders in Erinnerung bleibt der Aufstieg zum Gipfel, bei dem wir Jerries erfahrenen Guide kennenlernen – einen echten Rekordhalter am Kilimandscharo. Er begleitet Jerrie nicht nur, sondern gibt ihm wertvolle Einblicke in die sich verändernde Landschaft und ist eine echte Stütze, die ihn bis zum Schluss anfeuert.
Wie im Film erwähnt, wirkt Jerrie eher ruhig, doch was ihn wirklich auszeichnet, ist seine Leidenschaft. Wenn er spricht, spürst du seine Begeisterung und Authentizität. Aber für eine gute Doku braucht es mehr als nur eine sympathische Persönlichkeit – und auch das liefert Jerrie. Der Abenteuergeist packt dich sofort und lässt dich nicht mehr los. Der Druck steigt, je schwieriger das Gelände wird und je weiter er sich von den „flacheren“ Anfängen in Richtung Gipfel bewegt.
Produktion
Follow the Wind erzählt seine Geschichte durch einen interessanten Mix aus Bildern und Sound. Ob Drohnenaufnahmen, persönliche Cam-Aufnahmen oder die funky Musik, die sofort für Urlaubsstimmung sorgt – die Kameraarbeit fängt sowohl die Größe der Natur als auch die menschlichen Verbindungen ein. Der Wechsel zwischen leichtfüßigen und dramatischen Momenten gelingt fließend, während der lockere Ton des Erzählers dich bei der Stange hält. Achte mal auf die kleinen Details: Der Wind wird hier fast zu einem eigenen Charakter – ein Beweis für das Können der Filmemacher, die Natur auf dem Bildschirm zum Leben zu erwecken. Alles in allem ist das Konzept des Films richtig gut umgesetzt: fesselnd, herzerwärmend und echt.
Was ihn besonders macht
Der Film zeigt uns die Schönheit Tansanias aus ungewöhnlichen, windbetriebenen Perspektiven wie Blokarting oder Heißluftballonfahren. Jerries Widerstandsfähigkeit bei der Überwindung von Hindernissen ist inspirierend und lässt dich mit der Sache mitfühlen. Insgesamt ist dies nicht nur eine actiongeladene Sport- und Abenteuergeschichte, sondern ein tiefer Einblick in das Leben der Menschen und die tiefgreifenden Veränderungen unseres Planeten. Zudem verbindet er persönlichen Erfolg mit kollektiver Verantwortung.
Follow the Wind ist eine Geschichte über menschlichen Ehrgeiz, Umweltbewusstsein und den unbändigen Abenteuergeist. Es ist eine Erzählung, die zeigt, was eine einzelne Person bewirken kann – eine Erinnerung daran, dass der Wind des Wandels eine Kraft ist, die wir für eine bessere Zukunft nutzen können. Wir wollen nicht zu viel verraten, aber freu dich auf ein Ende, das dich mit einem guten Gefühl zurücklässt.
Viatu nutzt Reisen als Kraft für das Gute. Egal, ob du Jerries Pfaden entlang des Indischen Ozeans folgst oder dein ganz eigenes afrikanisches Abenteuer planst: Unsere Reiseexperten finden für dich den perfekten Trip, der einen positiven Fußabdruck in deinem Zielgebiet hinterlässt. Der Wind des Wandels ruft – begleite unsere Reise auf Instagram oder kontaktiere uns, wenn du Fragen zu nachhaltigem Reisen hast.

