Geheimtipps in Namibia: Orte, die du gesehen haben musst
Es gibt kaum etwas Besseres, als Orte zu entdecken, die noch nicht jeder auf dem Schirm hat – besonders, wenn man ein Land zum ersten Mal bereist. Genau deshalb haben wir diese Liste mit echten Geheimtipps für Namibia zusammengestellt.
Das namibische „Tote Meer“
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Vorab: Wir sprechen hier natürlich nicht vom echten Toten Meer. Was früher eine offene Mine mitten in der Wüste war, ist heute ein extrem salzhaltiger Pool. Das bedeutet: Genau wie beim Original in Israel kannst du hier einfach an der Oberfläche treiben! Wer das noch nie gemacht hat, für den ist das ein ziemlich skurriles Erlebnis. Das namibische Pendant liegt nördlich der Henties Bay – fahr etwa 30 km auf der C34 und biege dann rechts auf die Schotterpiste ab. Denk unbedingt an frisches Wasser, um das Salz nach dem Bad wieder abzuwaschen.
Oranjemund
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Es gibt einen Ort in Namibia, an dem im Supermarkt ein Schild hängt: „Keine Gemsböcke erlaubt“. Der Grund? In dieser kleinen Stadt benehmen sich die Oryx-Antilopen, als würde ihnen der Laden gehören. Wir sprechen von Oranjemund, einer winzigen Minenstadt ganz im Südwesten Namibias, direkt am Ufer des namensgebenden Orange River. Früher brauchte man eine Genehmigung, um hineinzukommen, da die Stadt komplett einer Mine gehörte – doch mittlerweile ist sie für Besucher offen. Spazier am Fluss entlang, beobachte Vögel oder schlag ein paar Bälle auf dem Golfplatz, wo Springböcke den Rasen kurz halten. Pass nur auf, dass du keinen von ihnen triffst!
Moon Landscape
Wolltest du schon immer mal auf den Mond? Du brauchst kein NASA-Raumschiff – ein Abstecher kurz vor Swakopmund reicht völlig. Die Landschaft dort wirkt so surreal, dass man sich tatsächlich auf der Mondoberfläche wähnt. Die bläulichen, erodierten Hügel scheinen kein Ende zu nehmen und die Atmosphäre ist fast schon unheimlich. Am besten besuchst du den Ort frühmorgens bei tief hängendem Nebel oder am späten Nachmittag für perfekte Fotos zur Golden Hour. Um hinzukommen, folge einfach dem Welwitschia Drive von der C28 südlich von Swakopmund, kurz hinter der Farm Goanikontes.
Gross Barmen
Namibia ist nicht gerade für seine Kurorte bekannt, aber es gibt diesen einen Ort, an dem heißes Quellwasser aus der Tiefe sprudelt: Gross Barmen. Die Namibia Wildlife Resorts betreiben dort eine Lodge. Das beheizte Innenbecken wird direkt aus der Quelle gespeist – purer Luxus für jeden Besucher. Es gibt auch einen Außenpool zum Abkühlen, und vom Liegestuhl aus kannst du oft Springböcke beobachten, die ganz nah herankommen. Gross Barmen liegt nur wenige Stunden nördlich von Windhoek, direkt an der B1 Richtung Okahandja.
Stillhouse Atlantic Gin, Swakopmund
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Wenn du an der namibischen Küste unterwegs bist, solltest du unbedingt bei Stillhouse Atlantic Gin vorbeischauen. Hier wird ein echter namibischer Dry Gin produziert. Für die Herstellung werden traditionelle Botanicals sowie handgepflückter Seetang und Wüstenpflanzen verwendet, darunter die Nara-Melone, die nachhaltig geerntet wird. Alle Zutaten sind bio und frei von Pestiziden.
Die Sambesi-Region
Wenn Leute an Namibia denken, haben sie meistens die Wüste im Kopf – Sossusvlei, die Dünen, die Namib. Genau deshalb gehört die Sambesi-Region auf diese Liste, denn sie ist völlig anders als der Rest des Landes. Dieser üppig grüne Landstrich, der wie ein Daumen aus dem Land herausragt, verbindet Namibia mit dem Okavango-Delta und einem dichten Netz aus Wasserwegen. Außergewöhnliche Vogelbeobachtungen, Angeln und actionreiche Game Drives machen diese Region unvergesslich.
Die Wildpferde der Namib
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Die Wildpferde der Namib sind ein faszinierender Anblick. Seit über einem Jahrhundert haben sie die Wüste zu ihrem Zuhause gemacht und versammeln sich regelmäßig an einer Wasserstelle ein Stück landeinwärts von Lüderitz. Es gibt viele Theorien zu ihrem Ursprung, die wahrscheinlichste besagt, dass ihre Vorfahren um die Jahrhundertwende von einer nahegelegenen Gestütsfarm stammen. Beobachte die Pferde und schieß ein paar Fotos aus dem Schatten des Verstecks am Aussichtspunkt nahe der Wasserstelle.
Baobabs in der Nyae Nyae Conservancy und darüber hinaus
Es gibt wohl keinen Baum, der so sehr für Afrika steht wie der Baobab. In der Nyae Nyae Conservancy kannst du diese Giganten aus nächster Nähe bestaunen. Hier stand bis vor Kurzem noch der größte bekannte Baobab mit stolzen 32 Metern Höhe. Ein weiterer berühmter Riese, der zum Glück noch steht, ist der Ombalantu-Baobab bei Outapi. Mit einer Höhe von 20,4 Metern und einem Umfang von 24,4 Metern ist es kein Wunder, dass dieser Baum schon als Unterschlupf, Kapelle und sogar als Postamt gedient hat.
Spreetshoogte Pass
Das ist eine der schönsten Strecken, die Namibia zu bieten hat. Wenn du aus dem Khomas-Hochland kommst, solltest du unbedingt über den Spreetshoogte Pass fahren. Er führt von 1.780 Metern Höhe auf nur 4 Kilometern fast 1.000 Meter in die Tiefe. Oben am Pass lohnt sich ein kurzer Stopp, um die Aussicht zu genießen. Hier fallen die sanften Hügel ab und gehen in die weite, flache Wüstenlandschaft über. Wenn du am späten Nachmittag hier bist, bleib unbedingt für den Sonnenuntergang – ein Anblick, den du so schnell nicht vergisst.
Namibia ist ein Land voller Abenteuer und spannender Ziele. Fang am besten heute noch an, deine Reise in dieses außergewöhnliche Land zu planen.