Namibias Sambesi-Region ist das komplette Gegenteil von dem, was man bei einem „Wüstenland“ erwarten würde. Sie sticht aus dem Rest des Landes heraus, verzeichnet die höchsten Niederschlagsmengen und ist von Flüssen umgeben, die das ganze Jahr über Wasser führen – ganz anders als die Flüsse im restlichen Namibia, die eher für ihre trockenen Sandbetten bekannt sind. Der Sambesi ist ein Paradies für Vögel, Wildtiere und Fische und damit ein tolles Ziel für Birdwatcher, Angler und alle, die einfach mal raus wollen. Bevor du startest, wirf einen Blick in unseren kompletten Guide zu den Nationalparks in der Sambesi-Region – und dann nichts wie los!

Der ultimative Travel Guide: Die Nationalparks in der Sambesi-Region, Namibia

Kavango–Zambezi Transfrontier Conservation Area (KAZA)
Fünf afrikanische Länder haben sich zusammengeschlossen, um ein außergewöhnliches Gebiet zu schützen: den Sambesi. Das Ergebnis ist KAZA, ein grenzüberschreitendes Schutzgebiet, das sich über Namibia, Angola, Botswana, Simbabwe und Sambia erstreckt. KAZA umfasst 36 Schutzgebiete, Wildreservate, Forste und Nationalparks. Mit einer Fläche von etwa 520.000 km² – in etwa so groß wie Schweden – ermöglicht es Tieren, sich frei auf ihren uralten Wanderrouten zu bewegen. Wälder, Überschwemmungsgebiete und Graslandschaften: Die Vielfalt der Lebensräume macht die Region so besonders – und alles davon steht unter Schutz. Es ist ein echtes Refugium für Artenvielfalt, in dem 50 % der weltweiten Elefantenpopulation und über 800 Vogelarten zuhause sind. Besucher können sich hier bei Game Drives, beim Birdwatching oder beim Angeln austoben. Das Beste an KAZA? Du kannst die Highlights der Region ganz einfach von einem Land ins nächste erkunden.
Alle Parks auf der folgenden Liste sind Teil von KAZA in Namibia.

1. Nkasa Rupara National Park
Nkasa Rupara National Park ist das größte geschützte Feuchtgebiet Namibias. Das bedeutet: 320 km² unberührte Wasserwege, Seen, Inseln und Kanäle. Der Park erstreckt sich im Wesentlichen über zwei Inseln im Kwando-Fluss, Nkasa und Rupara (denen er seinen Namen verdankt). Während der Regenzeit steht der Park größtenteils unter Wasser, weshalb er nur in der Trockenzeit für Abenteurer zugänglich ist. Dank der üppigen Umgebung ist der Park auch Heimat vieler seltener Vogelarten – ein absolutes Must-See für jeden Birdwatcher.
So kommst du hin
Über die C49, sowohl von Westen als auch von Osten kommend. Entweder startest du in Kongola und fährst Richtung Süden und dann Südosten, oder du kommst von Katima Mulilo und fährst Richtung Südwesten. Der Park liegt ganz im unteren linken Eck der Sambesi-Region.
Beste Reisezeit
Aufgrund der vielen Wasserflächen ist der Park während der Regenzeit komplett unzugänglich. Plan deinen Besuch also am besten zwischen Mai und August.
Die beste Reisezeit
- Am besten
- Gut
- Akzeptabel
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

2. Bwabwata Nationalpark
Der Bwabwata Nationalpark liegt wie ein Keil zwischen dem Okavango und dem Kwando River in der Sambesi-Region. Auf rund 6.300 km² erstreckt sich ein grünes Paradies aus Wäldern, Feuchtgebieten und Kalahari-Sand. Hier leben 35 große Wildtierarten, unzählige Kleintiere und über 400 Vogelarten. Da es im Park keine Oberflächengewässer gibt, versammeln sich die Tiere meist an den Flüssen und Wasserwegen – perfekt, um sie zu beobachten.
So kommst du hin
Von Rundu aus nimmst du die B8 Richtung Westen. Von Katima Mulilo aus fährst du auf der B8 Richtung Osten.
Beste Reisezeit
Am besten besuchst du den Park in der Trockenzeit. In den Wintermonaten zwischen Mai und September fällt kaum Regen und die Vegetation ist weniger dicht, was dir die Tierbeobachtung deutlich erleichtert.
Beste Reisezeit
- Am besten
- Gut
- Akzeptabel
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

3. Mudumu Nationalpark
Östlich vom Bwabwata liegt der Mudumu Nationalpark. Der 737 km² große Park erstreckt sich rund um das fossile Flussbett des Mudumu Mulapo und wird im Westen vom Kwando River begrenzt. Mit seinen Mopane-Wäldern und der dichten Savanne ist er ein Rückzugsort für eine beeindruckende Vielfalt an Tieren. Freu dich auf Sitatungas, Letschwe-Antilopen, Krokodile, Flusspferde, Fleckenhalsotter, Elefanten, Büffel, Pferdeantilopen, Kudus und Impalas. Auch seltene Vögel wie den Klunkerkranich oder den Zwergblatthühnchen kannst du hier mit etwas Glück entdecken.
So kommst du hin
Der Park hat keinen offiziellen Eingang. Folge einfach der C49 – entweder westlich des Parks von Kongola aus oder östlich von Katima Mulilo kommend.
Beste Reisezeit
Die beste Zeit für einen Besuch ist, wenn es wenig regnet und die Temperaturen angenehm sind. Das ist während der Trockenzeit im Winter, also von März bis September.
Beste Reisezeit
- Am besten
- Gut
- Akzeptabel
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

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So planst du die Nationalparks am Zambezi in dein Namibia-Abenteuer ein
Schau dir unsere Reisevorschläge an, die die Zambezi-Region beinhalten – so verpasst du garantiert keinen der Nationalparks:
Insider-Tipps
Denk an deine Malariaprophylaxe und benutz Mückenschutz, besonders in der Dämmerung und abends.
Zieh bei Bootsfahrten oder Game Drives ein langärmliges Oberteil an und trag immer eine Kopfbedeckung.
Pack dein Fernglas ein – für Vogelbeobachtungen ist es ein absolutes Muss.
Geh in den Flüssen der Sambesi-Region nicht schwimmen – achte auf Krokodile und Flusspferde.
Der Sambesi ist ein echtes Juwel und sollte bei deinem Namibia-Abenteuer auf keinen Fall fehlen.
