Die Landwirtschaft ist nicht nur einer der weltweit größten Industriezweige, sondern auch einer der zerstörerischsten – mit gravierenden Folgen für unsere Umwelt. Dennoch gibt es Menschen, die Hoffnung schöpfen und beweisen, dass es auch anders geht. Der preisgekrönte und von Kritikern gefeierte Dokumentarfilm The Biggest Little Farm lädt dich dazu ein, mehr über regenerative Landwirtschaft zu erfahren und zu sehen, wie man eine ganze Gemeinschaft inspirieren kann.
Im Kampf um unseren Planeten gibt es Menschen, die einen gesunden Weg im Einklang mit der Natur suchen. Begleite uns – es gibt viel zu entdecken!
Unser Binge-Tipp für August: The Biggest Little Farm
Eine Drohnenaufnahme der Farm der Chesters
„Beobachtung gepaart mit Kreativität wird zu unserem wichtigsten Verbündeten.“
Inspiriert von ihrem geretteten Hund Todd, ziehen Molly und John Chester auf die Apricot Lane Farms in Kalifornien. Ihr Ziel: den Traum von einer traditionellen Landwirtschaft wie aus alten Zeiten zu verwirklichen. Molly ist eine Träumerin, Food-Bloggerin und Privatköchin mit einer großen Leidenschaft für Lebensmittel und deren Herkunft. Ihr Mann unterstützt sie dabei, und gemeinsam mit seinem Faible für die Tierwelt setzen sie ihren ambitionierten Plan in die Tat um. The Biggest Little Farm dokumentiert die ersten acht Jahre auf der Farm und die wertvollen Lektionen, die das Paar dabei lernt. Regisseur John Chester zeigt eindrucksvoll, dass die Natur nicht immer leicht zu durchschauen ist, weil sie so komplex ist – aber dass es sich immer lohnt, sich dieser Herausforderung zu stellen.
Der Nachhaltigkeitsfaktor
Gesamturteil: 5/5
Sie beginnen mit einem Stück Land, dessen Boden völlig ausgelaugt ist, und wollen ein dynamisches, sich selbst regulierendes Ökosystem schaffen. Schnell merken die Chesters, wie schwierig es ist, das wiederherzustellen, was in der Natur zerstört wurde. Mit Hilfe von Alan York, einem Experten für biodynamische Landwirtschaft, machen sie sich daran, das Ökosystem wiederzubeleben. John zitiert Alan York, um ihre Reise zu beschreiben: „Es ist eine einfache Art zu wirtschaften. Nur eben nicht leicht.“
Mit Fokus auf Artenvielfalt halten die Chesters Schafe, Kühe, Schweine, Hühner und Enten und bauen auf ihrer rund 80 Hektar großen Farm eine Vielzahl an Obst- und Gemüsesorten an. Heute sind es über 200 verschiedene Sorten! Pestizide sind für die beiden absolut tabu, selbst wenn Schädlinge ihre wertvolle Ernte bedrohen. Dabei versuchen sie stets, die Bedürfnisse der Farm mit denen der wilden Tiere in Einklang zu bringen.
Das Viatu-Review
Themen:
The Biggest Little Farm ist zugleich hoffnungsvoll und realistisch: eine glückliche Geschichte wie aus einem Kinderbuch, aber auch eine Erzählung von Kampf und Verlust, gespickt mit wissenschaftlichen Fakten. Man lernt unglaublich viel, wenn man einen Schritt zurücktritt und beobachtet, was die Natur uns mitteilen will. Alles fügt sich zusammen, wenn man sieht, was eine kleine Gruppe entschlossener Menschen bewirken kann, um ihre Umgebung zum Positiven zu verändern. Ist das ambitioniert? Ja. Aber haben sie einen Einfluss? Ganz klar.
Produktion:
Der Dokumentarfilm besticht durch faszinierende Aufnahmen, die die Kraft der Natur zeigen – sowohl die guten als auch die schwierigen Seiten. John Chesters Hintergrund als Kameramann zahlt sich hier aus, ergänzt durch liebevolle handgezeichnete Animationen, die das Farmleben veranschaulichen. Der Film bietet alles: von niedlichen Tieraufnahmen und Nachtsicht-Clips von kleinen Dieben bis hin zu beeindruckenden Drohnenaufnahmen, die den Fortschritt der Farm zeigen. Untermalt wird das Ganze von einem wirklich bezaubernden Soundtrack.
Was ihn besonders macht:
The Biggest Little Farm deckt in nur 91 Minuten eine Menge ab, ohne den Zuschauer zu verlieren. Es ist authentisch, ein echter Lernprozess und geht unter die Haut. Die Protagonisten machen zwangsläufig Fehler, aber sie geben nicht auf. Es steht viel auf dem Spiel, doch du wirst mit ihnen mitfiebern und jede harte Lektion miterleben. Die Prinzipien sind für jeden relevant – auch für diejenigen, die nicht planen, demnächst auf eine Farm zu ziehen.
Unser Netflix and Change-Tipp diesen Monat lehrt uns eine wichtige Lektion: Die Dinge mit der Natur wieder ins Lot zu bringen, erfordert harte Arbeit und viel Geduld. Aber wir können heute damit anfangen und zusehen, wie sich die Welt vor unseren Augen verändert. Folge der Viatu-Reise auf Instagram, um zu sehen, wie wir eine neue Art des Reisens gestalten – mit Liebe zur Natur und zu den Menschen im Mittelpunkt.


