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Dein Pocket Guide für Botswana

Courtney Drysdale
von Courtney Drysdale
Veröffentlicht am 5. Dezember 2022
14 Minuten Lesezeit

Mit einer Fläche von 581.730 km² ist Botswana etwa so groß wie Frankreich – ein echtes Sinnbild für die Schönheit und die Wunder Afrikas. Das Land legt großen Wert auf den Schutz seiner Artenvielfalt und die Bewahrung der Tierwelt. Genau das macht es zu einem der weltweit besten Orte für Tierbeobachtungen. Hier kommt dein kompakter Guide für Botswana…

Botswana auf einen Blick

Fast die Hälfte Botswanas steht unter Naturschutz. Dieser nachhaltige Ansatz zieht sich durch das gesamte Angebot, von luxuriösen Unterkünften bis hin zu bezahlbaren Optionen. Lass dich nicht von der vermeintlich trockenen Landschaft täuschen: Wenn der Regen kommt, verwandelt sich Botswana komplett. Von üppigen Deltas bis hin zu kargen Salzpfannen gibt es hier jede Menge Geheimtipps zu entdecken – ein rundum fantastisches Reiseziel.

Bevölkerung

Mit rund 2,3 Millionen Einwohnern – etwas weniger als in Namibia – lebt der Großteil der Bevölkerung in urbanen Zentren wie Gaborone, Maun oder Francistown. Das bedeutet im Umkehrschluss: Riesige Landstriche sind völlig unberührt und menschenleer.

Geschichte

Zu den frühesten Bewohnern Botswanas zählten die San, auch bekannt als Basawara. Auf diese nomadische Gruppe folgten Khoi- und Bantu-sprachige Völker. Vor der Unabhängigkeit im Jahr 1966 war Botswana unter dem Namen Betschuanaland ein britisches Protektorat. Nach der Unabhängigkeit hat sich die Wirtschaft des Landes, maßgeblich geprägt durch Sir Seretse Khama und seine Vorgänger, rasant entwickelt.

Felsmalereien in den Tsodilo Hills, Botswana
Tsodilo Hills, Botswana

Menschen & Kultur

Die größte Bevölkerungsgruppe in Botswana sind die Batswana (Singular: Motswana), die Setswana als Landessprache sprechen. Zu den deutlich kleineren Gruppen zählen die Basawara, Kalanga, Ndebele, Engländer und Afrikaaner. Botswana beherbergt zudem die Tsodilo Hills, ein UNESCO-Welterbe im Nordwesten des Landes. Hier kannst du Höhlen erkunden und uralte Felsmalereien bestaunen, die von den ersten Bewohnern des Landes hinterlassen wurden.

Sprachen

Englisch ist die zweite Amtssprache und weit verbreitet, auch in den meisten Lodges und Unterkünften. Für abgelegenere Gegenden sind diese kleinen Vokabeln aber Gold wert:

Mma – gnädige Frau / Rra – mein Herr

Dumela – Hallo / Ke a leboga – Danke

Ein San-Kind mit seiner Familie in Botswana
Einheimische in Botswana beim Rudern eines Mokoros im Okavango-Delta
Kinder in Botswana
Eine Person aus Botswana beim Korbflechten

Geografie im Überblick

Botswana liegt im südlichen Afrika, direkt nördlich von Südafrika, und teilt sich zudem Grenzen mit Namibia, Sambia und Simbabwe. Das Land lässt sich grob in drei verschiedene Naturräume unterteilen. Das Hardveld erstreckt sich über den Osten Botswanas und ist geprägt von Felsformationen und einer dünnen Sandschicht. Hier findest du auch die Makgadikgadi-Salzpfannen. Das Sandveld umfasst die Kalahari und nimmt den Großteil des Landes ein. Schließlich erstreckt sich im Norden das Kalahari-Becken mit seinen alten Seebecken, die das Okavango-Delta speisen. Botswana ist weitgehend flach, abgesehen von einigen Erhebungen wie den Tsodilo Hills.

Wüste

Die Kalahari-Wüste nimmt den größten Teil Botswanas ein und ist ein überraschendes Paradies für Tierbeobachtungen. Die Landschaften reichen von roten Ocker-Dünen bis hin zu sonnengebleichten Ebenen und bieten Lebensraum für viele einzigartige Tiere wie den Kalahari-Löwen mit seiner schwarzen Mähne, Löffelhunde und Oryx-Antilopen.

Ein Gepard auf einem Felsvorsprung in der Kalahari-Wüste in Botswana

Salzpfannen

Die Makgadikgadi-Salzpfannen im Osten Botswanas bieten eine raue, faszinierende Kulisse. Felsige Inseln und uralte Baobabs ragen aus der scheinbar endlosen, weißen Weite hervor – ein Anblick, der dich garantiert zum Staunen bringt.

Baines-Baobabs in den Nxai-Pfannen, Botswana

Binnendelta

Das prächtige Okavango-Delta im Nordwesten Botswanas ist nicht umsonst UNESCO-Welterbe. Das Binnendelta wird jährlich überschwemmt und bietet Lebensraum für eine unglaubliche Artenvielfalt – von Wildhunden bis zu den Big 5. Dank intensiver Schutzmaßnahmen kannst du hier Wildtiere hautnah erleben, was jeden Reisenden begeistert.

Luftaufnahme des Okavango-Deltas in Botswana

Flüsse

Im Süden bildet der mächtige Limpopo die Grenze zwischen Botswana und Südafrika. Im Norden hingegen sind es gleich mehrere Flüsse, die als Lebensader für die Chobe-Region dienen – allen voran der Chobe und der Sambesi. Die sich schlängelnden Linyanti-, Khwai- und Savuti-Flüsse speisen die Sumpfgebiete und Landschaften rund um Chobe und das Delta und sichern so das Überleben der zahlreichen Wildtierpopulationen.

Linyanti-Fluss in Botswana

Wildlife und Safari

Botswana ist ein absolutes Top-Ziel für Safaris. Das Land besticht durch eine enorme Artenvielfalt und ist ein echtes Paradies für Tierbeobachtungen. Egal, ob du die Wüsten, Salzpfannen, das Delta oder die Regionen dazwischen erkundest – hier erfährst du, was dich in Botswana erwartet:

Giraffe, Impala und Zebra in Linyanti, Botswana

Tiere

Dank konsequenter Schutzmaßnahmen und riesiger unberührter Gebiete bietet Botswana eine beeindruckende Fülle an Wildtieren. Freu dich auf riesige Elefantenherden, die ganz entspannt neben den Hauptstraßen wandern, Wildhund-Familien, die durch das Gebüsch flitzen, gemütliche Flusspferde, die sich an den Flussufern sonnen, die Big 5 und Warzenschweine, die ganz lässig durch die Straßen von Kasane spazieren. Botswana ist die Heimat von etwa 150 Säugetierarten, 131 Reptilien-, 34 Amphibien- und 99 Süßwasserfischarten.

Flusspferd im Okavango-Delta, Botswana
Schwarzmähniger Kalahari-Löwe in Botswana
Leopard im Grasland von Botswana
Eine braune Hyäne in der Kalahari in Botswana

Pflanzenwelt

Botswana umfasst sieben verschiedene Ökoregionen – von Feuchtgebieten und Wäldern bis hin zu Buschland und der Kalahari-Savanne. Ein Großteil der beeindruckenden Pflanzenvielfalt konzentriert sich auf das Okavango-Delta. Schätzungen zufolge gibt es dort zwischen 2.500 und 3.000 Pflanzenarten, von denen 15 nur hier vorkommen und 43 auf der Roten Liste der IUCN stehen. Halte unbedingt Ausschau nach den ikonischen Seerosen im Delta, den riesigen, uralten Baobabs und den Ilala-Palmen, die im Norden rund um die Salzpfannen aus dem Boden sprießen.

Vogelwelt

Mit über 570 Arten, darunter die Riesentrappe (Kgori) und riesige Flamingo-Schwärme, ist Botswana ein Paradies für Vogelbeobachter. Zu den besten Orten zählen Kasane, der Savuti-Sumpf, die Moremi-Schlucht und die Makgadikgadi-Salzpfannen. BirdLife Botswana ist eine tolle Organisation, die dir wertvolle Tipps für deine Vogelbeobachtungs-Ausflüge gibt. Außerdem engagiert sich die Organisation in verschiedenen Projekten zur Stärkung der lokalen Gemeinschaften und zum Naturschutz.

Blatthühnchen zwischen Seerosen in Botswana
Ein Hammerkopf beim Fressen eines Fisches in Botswana
Eine Gabelracke landet auf einem Baumstamm in Botswana
Eine Riesentrappe in der Kalahari-Wüste in Botswana

Klima und beste Reisezeit

Das Klima in Botswana reicht von trocken bis hin zu Regionen mit sehr wenig Niederschlag. Die heiße Regenzeit fällt meist in die Monate November bis März. Das ist die ideale Zeit, um Zugvögel, Raubtiere und den Tiernachwuchs zu beobachten. Da jedoch viele Lodges im Okavango-Delta in dieser Zeit schließen, solltest du dich vor der Buchung kurz informieren. Die Trockenzeit von April bis Oktober ist perfekt, um Tiere an den Wasserstellen zu entdecken. Außerdem führt das Delta in dieser Zeit Hochwasser – ideal für Aktivitäten auf dem Wasser. Auch die Salzpfannen sind einen Besuch wert: Von etwa Juni bis September sind sie ausgetrocknet und bieten eine spektakuläre Kulisse.

Beste Reisezeit

  • Am besten
  • Gut
  • Akzeptabel
  • Januar

  • Februar

  • März

  • April

  • Mai

  • Juni

  • Juli

  • August

  • September

  • Oktober

  • November

  • Dezember

Top-Attraktionen

Löffelhund in der Central Kalahari, Botswana

Die Kalahari-Wüste

Über 80 % Botswanas werden von der Kalahari eingenommen. Im Herzen des Landes liegt das Kalahari Game Reserve – das größte und abgelegenste Reservat im südlichen Afrika und das zweitgrößte weltweit. Es erstreckt sich über beeindruckende 52.800 km² voller roter Ocker-Ebenen und Dünen. Obwohl es hier mehr regnet als in anderen Wüsten – im Schnitt weniger als 250 mm pro Jahr –, ist die Kgalagadi, wie sie auf Setswana genannt wird, ein Paradies für eine Vielzahl an Tieren. Die Wüste umfasst drei exquisite Wildreservate: den Kgalagadi Transfrontier Park, das Central Kalahari Reserve und das Khutse Game Reserve.

Felsvorsprung in den Makgadikgadi-Salzpfannen

Makgadikgadi-Salzpfannen

Wenn du dich im Osten Botswanas den Makgadikgadi-Salzpfannen näherst, wandelt sich die Landschaft von buschigem Gelände zu weitem Grasland. Schließlich erreichst du eine mondartige Oberfläche, die sich bis zum Horizont erstreckt – so riesig, dass du fast die Erdkrümmung wahrnehmen kannst. Dieser uralte See ist ein überraschendes Refugium für Artenvielfalt: Zebras, Elefanten und viele andere Wildtiere ziehen auf ihren Wanderungen über die Ebenen, um die wasserreichen Flüsse im Norden zu erreichen. Im Nordosten liegt das Nata Bird Sanctuary, ein Paradies für Vogelfreunde, während sich westlich der Sua-Pfanne die Kubu-Insel (auch „Flusspferd-Insel“ genannt) mit ihren ockerroten Baobabs und grauen Felsen erhebt.

Ein Fischadler landet im Chobe-Nationalpark, Botswana

Chobe

Im Norden Botswanas gelegen und in direkter Nachbarschaft zu einem der sieben Weltwunder, den Victoriafällen, ist der bezaubernde Chobe-Nationalpark für seine Elefanten und die frei lebenden Wildtiere bekannt. Die abwechslungsreiche und spektakuläre Landschaft wird jeden Abenteurer begeistern. Genieße einen Sundowner auf einer Bootsfahrt, erkunde den Chobe-Nationalpark oder das charmante Städtchen Kasane. Halte dort unbedingt Ausschau nach der örtlichen Polizeistation: In einem alten, hohlen Baobab, der früher als Gefängnis und Postamt diente, kannst du ein echtes Stück Geschichte entdecken.

Okavango Delta

Das Okavango Delta wird oft als das Juwel der Kalahari bezeichnet. Diese üppige Oase im Norden des Landes gehört zum UNESCO-Welterbe und bietet dir jede Menge Aktivitäten auf dem Wasser sowie Tierbeobachtungen der Extraklasse. Von schwimmenden Löwen über riesige Elefantenherden bis hin zu den eng verbundenen Rudeln der Wildhunde – das Delta ist in verschiedene Konzessionen unterteilt. Jede davon legt größten Wert auf den Schutz und Erhalt dieser faszinierenden Landschaft und ihrer Tierwelt. Ein echtes Vorbild für nachhaltige Safaris.

Unterkünfte

Hier sind ein paar unserer liebsten Unterkünfte in Botswana:

In den Makgadikgadi-Salzpfannen

Jack’s Camp von Natural Selection ist ein klassisch gestaltetes Luxus-Safari-Camp inmitten der Makgadikgadi-Salzpfannen. Naturschutz steht hier an erster Stelle. Das Camp verbindet Exklusivität mit durchdachtem Luxus – vom Design bis hin zu den Aktivitäten. Du kannst diese magische, weite Wildnis, die Heimat so vieler seltener Tiere ist, auf unterschiedlichste Weise erkunden und dich in wunderschönen Unterkünften vor der Kulisse der atemberaubenden Salzpfannen entspannen.

Im Okavango Delta

Mombo Camp von Wilderness liegt direkt an den glitzernden Wasserwegen des Okavango Deltas, wo du garantiert auf jede Menge Tiere triffst. Das Design und die nachhaltige Philosophie des Camps sind eine Liebeserklärung an dieses artenreiche Paradies. Genieße das exquisite Design und den minimalen ökologischen Fußabdruck des Camps oder hake ein echtes Bucket-List-Abenteuer ab, während du dieses UNESCO-Welterbe erkundest.

In der Kalahari-Wüste

Vor der dramatischen Kulisse der Kalahari-Wüste erwartet dich eine luxuriöse Unterkunft, die dieses wilde und inspirierende Land in den Mittelpunkt stellt. Feline Fields by Mantis ist ein exklusiver Rückzugsort mit weiten Ausblicken und erstklassigen Möglichkeiten zur Wildtierbeobachtung. Die Lodge bietet luxuriöse Unterkünfte sowie eine Reihe von Safari- und Kultur-Aktivitäten, die jeden Entdecker begeistern werden – der perfekte Ausgangspunkt, um diese magische Landschaft zu erkunden.

In der Chobe-Region

Savute Under Canvas by &Beyond ist ein luxuriöses Camp in der wunderschönen und tierreichen Chobe-Region in Botswana. Direkt am Linyanti River gelegen und bekannt für die Nähe zum Savuti Marsh – berüchtigt für seine elefantenjagenden Löwen – verbindet das Camp Safari-Exzellenz mit herzlicher Gastfreundschaft. Hier erlebst du den gewohnten &Beyond-Luxus und die beeindruckende Tierwelt, alles getragen von einem nachhaltigen Konzept.

Gut zu wissen

Visa & Reisepass

Dein Reisepass muss bei der Einreise nach Botswana noch mindestens sechs Monate gültig sein. Staatsbürger vieler Länder benötigen für einen touristischen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen kein Visum. Ob du ein Visum brauchst, kannst du hier prüfen. Die Beantragung erfolgt online, wo du auch alle weiteren Infos zu den Anforderungen findest.

Reisen mit Kindern

Wenn du mit Kindern unter 18 Jahren unterwegs bist, benötigst du neben einem gültigen Reisepass (mind. 6 Monate Restgültigkeit) und dem Visum eine beglaubigte Kopie der vollständigen Geburtsurkunde. Reist das Kind nur mit einem Elternteil oder einer anderen Begleitperson, ist zusätzlich eine beglaubigte Einverständniserklärung beider Elternteile sowie eine eidesstattliche Erklärung erforderlich.

Impfungen

Falls du aus einem Land mit Gelbfieberrisiko einreist, ist eine Impfung Pflicht. Die Liste der betroffenen Länder findest du bei der Weltgesundheitsorganisation.

Medikamente

Im Norden Botswanas, besonders im Okavango Delta und in der Chobe-Region, gibt es ein Malariarisiko, das während der Regenzeit (November bis April) steigt. Sprich am besten rechtzeitig vor deiner Reise mit deinem Arzt über eine Prophylaxe. Die meisten gängigen Medikamente bekommst du in Apotheken vor Ort, aber spezielle oder verschreibungspflichtige Medikamente solltest du unbedingt von zuhause mitbringen. Die meisten Lodges und Camps haben zudem ein Erste-Hilfe-Set vorrätig.

Notfälle

In Maun, Kasane und Gaborone gibt es gute medizinische Einrichtungen. Speichere dir am besten diese Notfallnummern direkt in dein Handy:

Gebührenfreie Notrufnummern: Krankenwagen 997

Polizei 999, Feuerwehr 998

Medical Rescue 911, Medical Air Rescue 390-1601, Okavango Air Rescue 995

Okavango Air Rescue ist ein professioneller Rettungsdienst aus Maun, der Gäste bei Notfällen per Helikopter aus entlegenen Gebieten evakuiert. Sie sind im Okavango Delta sowie in Teilen der Kalahari und Chobe im Einsatz. Viele Lodges arbeiten mit ihnen zusammen – frag am besten vor Ort nach, ob du eine Mitgliedschaft abschließen solltest. Mehr dazu erfährst du hier. Mit einer Mitgliedschaft unterstützt du nicht nur diesen wichtigen Dienst, sondern hilfst auch dabei, Einheimischen ohne Versicherungsschutz eine Luftrettung zu ermöglichen. PS: Eine Reiseversicherung ist zwar nicht zwingend vorgeschrieben, aber absolut empfehlenswert.

Flussüberquerung im Moremi-Wildreservat, Botswana

Unterwegs in Botswana

Zeitzone

Botswana liegt in der Zeitzone Central African Time (CAT), was GMT+2 entspricht.

Mit dem Auto

Botswana verfügt über ein gut ausgebautes Netz an asphaltierten Straßen, das das ganze Land durchzieht und von allen Nachbarländern aus erreichbar ist. Die Straßen sind meist in einem ordentlichen Zustand, aber rechne immer mal wieder mit Schlaglöchern oder unbefestigten Pisten. Deshalb ist ein 4x4-Fahrzeug die beste Wahl. Wichtig: Während der Regenzeit können manche Strecken schwierig oder gar unpassierbar sein – stimm deine Route daher am besten vorher mit uns ab. Vermeide es, nachts zu fahren. Es gibt kaum Zäune und Tiere wie Esel oder Rinder sind auf der Straße schwer zu erkennen. Zudem gelten in Botswana strenge Tempolimits, besonders in Ortschaften, wo meist 60 km/h erlaubt sind. Es gibt verschiedene Grenzübergänge zu den Nachbarländern; die wichtigsten sind Martin’s Drift (Südafrika), Ngoma Bridge (Namibia) und Kazungula (Simbabwe und Sambia). Weitere Übergänge und Kontaktdaten findest du unter diesem Link.

Mit dem Flugzeug

Wenn du mit dem Flugzeug anreist, fliegst du am besten mit Air Botswana oder Airlink über Johannesburg, Gaborone, Victoria Falls oder Kapstadt. Innerhalb Botswanas gibt es Flughäfen in Maun, Kasane, Francistown, Gaborone und Jwaneng. Bei Air Botswana darfst du 23 kg Aufgabegepäck und 7 kg Handgepäck mitnehmen. Airlink erlaubt in der Economy Class 20 kg und in der Business Class 30 kg Aufgabegepäck; das Handgepäck ist auf 8 kg begrenzt. Bei Charterflügen, wie sie beispielsweise von Maun ins Delta starten, sind die Regeln strenger: 15 kg Aufgabegepäck (nur in weichen Taschen!) und 5 kg Handgepäck.

Tanken

Da das Land dünn besiedelt ist und die Distanzen zwischen den Orten riesig sein können, solltest du den Tankstand immer im Blick behalten. Manche abgelegene Tankstellen haben nicht immer Sprit vorrätig. Plane bei langen Strecken durch entlegene Gebiete die Abstände zwischen den Tankstellen gut ein und nimm sicherheitshalber einen Reservekanister mit.

Wildhund im Moremi-Wildreservat, Botswana

Währung

Die Währung in Botswana ist der Pula (BWP). 1 Pula entspricht 100 Thebe. Der Pula ist eine stabile Währung, vergleichbar mit dem südafrikanischen Rand, aber etwas stärker.

Geldwechsel

Fremdwährungen wie Euro, Britische Pfund, Südafrikanische Rand oder US-Dollar kannst du problemlos an Flughäfen, in Wechselstuben, Banken oder autorisierten Hotels tauschen.

Bargeld und Karte

Kreditkarten werden in fast allen Geschäften, Restaurants, Lodges und an Tankstellen im ganzen Land akzeptiert. Geldautomaten findest du vor allem in den größeren Städten. Trotzdem ist es immer ein guter Tipp, ein wenig Bargeld für Notfälle dabei zu haben.

Trinkgeld

Trinkgeld ist freiwillig, aber eine schöne Geste, um guten Service zu würdigen. In Botswana sind etwa 10 % üblich, aber das liegt ganz bei dir. Bei Guides oder dem Personal in Lodges gibst du das Trinkgeld am besten am Ende deines Aufenthalts.

Straßenverkäufer in Botswana
Hand hält Pula-Scheine

Mobilfunk und Kommunikation

Die Vorwahl für Botswana ist +267. Eine SIM-Karte bekommst du problemlos vor Ort; Orange und BTC sind gute Anbieter (BTC hat meistens den besten Empfang). In abgelegenen Regionen musst du allerdings oft mit Funklöchern rechnen.

Steckdosen

In Botswana sind die meisten Steckdosen rund. Am häufigsten triffst du auf Typ D (rund mit drei Stiften). Gelegentlich findest du auch Typ G (eckig mit drei Stiften) oder Typ M (rund mit drei eng beieinander liegenden Stiften), das ist aber eher die Ausnahme.

Laufende Zebras, Elefanten im Hintergrund, Makgadikgadi-Salzpfannen-Nationalpark, Botswana

Trinkwasser

Leitungswasser ist in ganz Botswana bedenkenlos trinkbar. In den meisten Unterkünften, Shops und an Tankstellen kannst du zudem problemlos Wasser in Flaschen kaufen. Rund um die Makgadikgadi-Region ist das Wasser allerdings oft etwas salzhaltiger, da das Salz in das Grundwasser gelangt. Wenn du mit dem Auto unterwegs bist, nimm immer einen Vorrat an Wasser mit – besonders auf langen Strecken, wo es nur selten Möglichkeiten zum Stoppen gibt.

Das muss mit

Botswana kann besonders zwischen Oktober und Februar extrem heiß werden. Achte darauf, genug zu trinken und dich gut vor der Sonne zu schützen: Sonnencreme, Hut und Sonnenbrille sind Pflicht. Pack außerdem bequeme Wanderschuhe und Badesachen ein, um dich zwischendurch abzukühlen.

Elefanten beim Trinken am Chobe-Fluss in Botswana

Vom Delta bis zur Wüste, von den Salzpfannen bis zur beeindruckenden Tierwelt: Botswana ist ein Reiseziel, das dich mit seinen seltenen Anblicken und einer tollen Auswahl an Unterkünften – von luxuriös bis bezahlbar – begeistern wird. Schau bei Viatu vorbei und plane dein nächstes nachhaltiges Abenteuer in Botswana.